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Montag, 19. Januar 2015

Die besten und nützlichsten iPhone Apps 2014/2015

Die aktuellen Sieger des Alltagstests

Einer mittlerweile kleinen Tradition folgend soll an dieser Stelle nach dem Jahreswechsel auf die Apps hingewiesen werden, die hier im letzten Jahr die häufigste und angeregteste Verwendung fanden. Dabei gibt es einige Dauerbrenner in Form von alten Bekannten, was wohl über die Konstanz von mittlerweile 3 Jahren ein guter Alltagstauglichkeits Beweise sein sollte, aber eben auch ein paar Neuzugänge, die zwar schon einige Zeit hier im Einsatz sind, aber eben noch nicht vorgestellt wurden.





VidOn Player  
In den letzten Jahren hat an dieser Stelle stets der AcePlayer als Videoplayer meiner Wahl dominiert. Allerdings hat dieser seit einigen Updates immer mehr abgebaut. Vor allem der Umstand, daß neuerdings sämtliche Videos (zumindest auf meinem iP4) nach wenigen Minuten stets unsync liefen, trieb mich in die verzweifelte Suche nach Alternativen. Ja natürlich kenne ich Goodplayer, inFuse, VLC, AVPlayer etc…. aber so recht gefallen hat mir keiner davon. Entweder lag es am Interface, oder an der undurchsichtigen Bedienung. Etliche Euros ärmer und um ein gutes Dutzend Player reicher habe ich am Ende dennoch einen neuen Favoriten gefunden: VidOn Player.
Vidon.me stellt eigentlich eine Hardware Lösung in Form einer XBMC basierten MediaBox her, und entwickelt dafür Apps. Allerdings macht diese hier auch ohne weitere Hard,- und Software das, was sie soll: Sie spielt Filme und Videos aller möglicher Formate auf meinem iPhone ab. Man kann die Dateien zuvor aufs Gerät laden, oder eben auch einfach per Netzwerk aufrufen. VidOn greift problemlos den DLNA/uPnP Stream meiner Buffalo Linkstation ab, lässt sich aber auch einfach per SMB oder FTP Freigabe verbinden. Die App beherrscht zwei verschiedene AirPlay Modi und bietet wahlweise eine praktische Gestensteuerung während der Wiedergabe. Quer streichen = vor/zurückspulen. Rechte Display Hälfte auf/abwärts = laut/leiser. Linke Displayhälfte auf/abwärts = Hell/dunkel. Es gibt ansonsten keine unzähligen Einstellungsmöglichkeiten. Nur ein schlichtes, übersichtlichen und dennoch elegantes GUI. Und gratis ist das Ganze noch dazu! [AppStore Link]


StarWalk 2
Der Dauerbrenner für alle Sternengucker hat einen würdigen Nachfolger gefunden. Erfreulich hierbei ist, daß das original Starwalk weiter mit Updates versorgt wird und als eigenständige App bestehen bleibt. Allerdings hat das den Nachteil, daß für SW2 ein kompletter Neukauf fällig wird, weil es ja eben ein "neues Programm" ist, selbst wenn es in den Grundfunktionen das gleichte macht. Seinen Preis rechtfertigt die App aber  dann allein schon durch seine neuen 3D Ansichten der Sternbilder, die selbst auf einem betagten iP4 noch vernünftig laufen, sowie einige Funktionen die es in der Original App nicht gibt. Kostet aktuell 2,99 [AppStore Link] [StarWalk Original]


DeliTape
Eine einfache, schnelle Radio App. Noch dazu im Look einer (aus verschiedenen Designs wählbaren) altehrwürdigen Musikkasette. Ein Gewöhnungsbedürftiges aber großartiges Retro Interface. Die Senderauswahl ist gigantisch und die Streams starten meist ohne lange Bufferzeiten. Eine Radio App die ein echter Hingucker auf dem Display ist und selbst bei Edge noch Streams spielt. 0,99 [AppStore Link]



Threema
Seit dem Facebook/WhatsApp Hype hat Threema einiges an Funktionen zugelegt und ist mittlerweile meine einzige Messenger Alternative nach iMessage/SMS. Wer sich beschwert das kaum einer seiner Freunde Threema hat und er deswegen lieber WA benutzt, der hat den Grund hierfür schon mitgenannt: Solange man selber parallel per WA erreichbar ist, haben die Freunde ja auch keinen zwingenden Grund zu wechseln oder?
In meinem Fall sind nach kompletter WA Abschaffung nach und nach alle wichtigen Freunde auf Threema eingetrudelt. Ja, in WA war meine Kontaktliste länger. Aber mit den wenigsten davon habe ich ausführlich per Messenger kommuniziert. Und wie man mich sonst noch erreicht wissen die zurückgelassenen auch. Von daher :-)  1,99 Pflichtkauf. [AppStore Link]


Sparkasse+
Ob man nun Banking auf dem iOS Device brauch muss jeder für sich selbst entscheiden. In den meisten Fällen gibt es genug kostenlose Apps der jeweiligen Kreditinstitute. Der Unterschied zu dieser kostenpflichtigen Variante liegt vor allem darin, das Sparkasse+ es erlaubt mehrere Konten auch anderer Kreditunternehmen zu verwalten. Wenn also in einem Haushalt mehrere Konten bei mehreren Banken existieren, brauch es nur diese eine App und man hat alles auf einen Blick. 0,99 [AppStore Link]


iFTP
Gesucht und gefunden! Ein einfacher und schneller FTP Client für unterwegs. Bedienbar und optisch angelehnt an seine großen Desktop Kollegen wie Transmit oder FileZilla. Auch hier habe ich lange mit verschiedenen Lösungen experimentiert und bin letztendlich bei dieser App hängen geblieben. Funktional vollwertig, mit eigenem FileSpace, Editier, Rename, Up und Download Optionen. Perfekt. 0,99 [AppStore Link]



iTeleport Remote Desktop VNC & RDP
Abseits von Navis ist diese VNC Lösung hier eine der konstenintensiveren Apps. Wer aber VNC Remote benötigt und nicht auf Alternativen wie Teamviewer ausweichen kann/will, kommt am Ende um diese nicht herum. Ich habe mich lange durch unzählige VNC Clients gewühlt, aber iTeleport ist die mit Abstand beste, umfangreichste, einfachste und funktionalste von allen. Sicher keine App für jedermann, aber wer von dem ganzen Gratis Schrott den es in dem Bereich gibt genug hat, sollte einen Kauf ernsthaft in Erwägung ziehen. Funktioniert anstandslos. Am Mac einfach per Systemintegrierter Remote Option ohne das Installieren von Zusatzssoftware auf den jeweiligen Rechnern. 24,99  [AppStore Link]

Dauerbrenner:


Chrome
Nach wie vor der Browser meiner Wahl auf einem alten iPhone 4 aufgrund der Möglichkeit als quasi Siri Ersatz seine Suchen und Eingaben sprechen zu können. Unter Berücksichtigung des Umstands, daß es auf einem alten Gerät unter iOS7 der Browser ist, der am schnellsten geöffnet und zu bedienen ist eine gute Entscheidung.  [AppStore Link]



Camera+
Mein langjähriger Kamera Ersatz. Vor allem aufgrund seiner getrennten Belichtungs und Fokus Steuerung sowie des Bildstabilisators meine absolute Top Foto App. Camera+ konnte selbst durch die gefühlten 463845450 Neuerscheinungen die zwischendrin mein iPhone befüllten nicht vom Thron gestoßen werden. Die vielen tollen Filter und Effekte sind für mich ein netter Bonus, stellen für manchen aber schon den Hauptgrund für die Nutzung dieser App da. Was Instagramm und Snapseed können, kann Camera+ warscheinlich auch. Ich mach damit hauptsächlich Bilder - und zwar deutlich bessere als mit der iOS Kamera App. Für 2,99 [AppStore Link]


Phone Drive (Free)
Immer noch vorn dabei und oft genutzt: mein persönlicher USB Stick Ersatz. Egal was es gilt von A nach B zu transportieren, einfach per Webinterface Daten vom und aufs iPhone laden. Fertig. Ist über die "Teilen" Funktion auch von anderen Apps ansprechbar und tut inkl Dateiplayer/Betrachter zuverlässig seinen Dienst.  Per in-App Kauf, bzw optional bei Kauf der kostenpflichtigen Version gibts die Möglichkeit den Zugriff auf iCloud, DropBox und GoogleDrive zu erweitern. Für mich reicht seit Jahren die einfache Variante. [AppStore Link] [Pro-Version]


RowMote
Die Fernbedienung für alles. Optisch der Apple Remote nachempfunden lässt sich hiermit der gesamte Rechner rudimentär fernsteuern. Programme starten, wechseln und beenden, Vollbildmodus an/aus, Play, Pause, laut, leise. Ob nun für Präsentationen oder Medienplayer - das Teil tuts Systemweit. Erfordert auf dem Rechner die Installation eines kleinen Server Dienstes, der aber erfreulich unauffällig und Ressourcen schonend im Hintergrund seine Arbeit verrichtet. Per in App oder Direktkauf gibts auch eine „Pro“ version die noch Maus Control und Tastatur im Angebot hat. Ich für meinen Teil hab diese noch nie vermisst und bin mit der 99 cent Variante rundum glücklich. [AppStore Link] [Pro-Version]


VLC Remote
Wenn es von einer App eine Free und eine Pro Version gibt, neige ich meist zur preiswerteren. Bei VLC Remote ist das anders. Die Vollversion hier hat einfach alles was das Herz begehrt (wenn man denn VLC als zentralen Mediaplayer an seinem Rechner nutzt) inkl Zugriff auf das Dateisystem des Rechners oder einer Freigabe im Netzwerk, Anlegen von Wiedergabelisten, Zugriffe auf den VLC Equalizer etc. 4,99 die sich lohnen. Die Gratis Version ist da kaum mehr als ein Appetit Häppchen. Zudem verfügt VLC Remote über das meiner Meinung beste, übersichtlichste und schickste Interface aller VLC Fernsteuerung Apps. [AppStore Link] [Gratis-Version]


Navigon
Klarer Fall. Mir kommt kein anderes Navi ins Auto. Auch wenn Navigon nicht ganz preiswert ist. Aber wenn man eine der ca 2 monatlichen Preisaktionen abwartet und dann noch mit iTunes Rabattkarten zuschlägt, kann man das komplette Europa Paket für um die 50 Euro abstauben. Den FreshMaps in-App Kauf kann man sich meiner Meinung nach sparen. Ich hab Navigon seit 4 Jahren und seitdem auch ohne FreshMap Abo wenigstens 3 mal neue Karten bekommen. Einmal im Zuge eines Programm Updates, einmal weil gerade irgendeine Geburtstags Aktion war und einmal weil Navigon das eben so gemacht hat. Das reicht mir. [AppStore Link]


Soundhound ∞
Shazam geh sterben. Nix geht über Soundhound. Allerdings nur in der kostenpflichtigen Version (die ich mal irgendwann während einer Aktions gratis abgegriffen habe). Die eigentliche Gratis Version taugt nur bedingt, die kostenpflichtige lässt hingegen keine Wünsche offen, auch wenn der reguläre Preis von 6,99 mittlerweile ziemlich happig ist. Dafür funktioniert die Musiksuche aber auch selbst bei gesungenen, gesummten oder gepfiffenen Melodien und eben nicht nur bei Wiedergabe aus dem Radio/TV. Die Erkennungsrate ist enorm, selbst wenn unmusikalische Menschen etwas summen :-). Extras wie Kauf Links, Lyrics die in Echtzeit mitlaufen gibts natürlich auch.Zudem versteht sich Soundhound wohl auch als eine Art Chart-Player-Musik-Spieler mit Empfehlungen und Community Anbindung und kann zudem auf die iOS Musikbibliothek zugreifen. Allerdings hab ich keine der anderen Optionen jemals wirklich benutzt. Für mich gibts nur den großen "Zuhören" Button :-)  [AppStore Link]

Dienstag, 18. März 2014

Retro Gaming - Konsolen Klassiker auf iOS

Zurück in die Zukunft

Die kostenlose Aktion von Crazy Taxi im AppStore diese Woche hat mich doch glatt gut 15 Jahre in die Vergangenheit katapultiert. Aus Jux und Dallerei hab ich das Gratis Angebot genutzt und im Handumdrehen einen Heidenspaß daran gehabt, was mich zugleich dazu verleitet hat, mal eine handvoll anderer iOS Games auszugraben die ich seinerzeit bereits auf der Dreamcast oder gar dem Sega Mastersystem gezockt habe.  Von der Umsetzung her lassen sich die einen mehr und andere weniger gut auf modernen TouchDevices zocken. Das es anno 2014 wesentlich anspruchsvollere Games für diese Plattform gibt steht dabei auf einem ganz anderen Blatt, aber manchmal haben eben auch die alten Titel selbst nach 20 Jahren noch ihren Reiz.


https://itunes.apple.com/de/app/crazy-taxi/id553921725?mt=8

Crazy Taxi (SEGA)

Fangen wir also beim Auslöser für diesen Artikel an. Crazy Taxi entspricht nahezu 1:1 dem Original. In absehbarer Zukunft ist eine „all-new-version“ dieses SEGA Klassikers angekündigt, aber ob diese genauso viel Spaß bereitet wie die Old School Variante sei mal dahin gestellt. Bisweilen ist es nämlich gerade der Charme des Look & Feels der Jahrtausendwende der diese Spiele irgendwie zeitlos erscheinen lässt. Klar, den ganzen Causual Angry Birds, Tiny Wings, Fruit Ninja und Cut The Rope Kram habe ich anfangs auch exzessiv gespielt, aber irgendwann war es damit vorbei. Anders bei diversen Spielen auf der Dreamcast, die ich selbst Jahre später gelegentlich mal anzocke und nun fast 15 Jahre später von den gleichen Spielen auf iOS immer noch nicht genug bekommen kann. Crazy Taxi fällt genau in die Rubrik. Das Gameplay, der SoundTrack (hier der Original Konsolensoundtrack mit Bad Religion und The Offspring) - alles macht einfach nur Spaß! Dazu kommt, daß SEGA die Steuerung gut bedienbar ohne Ruckler oder ungewollte Bewegungen hervorzurufen aufs Touchdisplay portiert hat. Fun Faktor 200%. Solange das Game kostenlos ist, unbedingt zuschlagen - regulär kostet der Spaß wohl sonst 4,49 Euro, aber selbst die wären mir die gelungene Portierung wert. [AppStore Link]
Crazy Taxi Screenshots


https://itunes.apple.com/de/app/soulcalibur/id481958471?mt=8

Soul Calibur (NAMCO)

Soul Calibur gehörte auf der Dreamcast zu meinen absoluten Dauerbrennern und war eines der Spiele, bei dem ich seinerzeit eine iOS Umsetzung herbeigesehnt habe. Diese war dann leider etwas enttäuschend. Zum einen weil NAMCO diesen Uralt Schinken als iOS App für sage und schreibe 13,99 Euro anbietet, was schon zu den hochpreisigen iOS Games gehört - und mir seit VÖ im Januar 2012 auch keinerlei Preisaktionen/senkungen bekannt sind,- zum anderen weil nicht annähernd versucht wurde das ganze irgendwie an Touchgeräte anzupassen. Das iOS Game entspricht also dem Original, was Puristen freut, aber eben auch Nachteile hat. Manche Buttons und Auswahlelemente sind nunmal auf TV Ausgabe und Joysticksteuerung ausgelegt und mit Touchsteuerung auf einem 3,5“ Display (hier iPhone 4 und iPod Touch 4G) wirklich schwer und frickelig zu treffen. Auch fehlt etwas die Filigranität um mit dem virtuellen Steuerkreuz auf der zur Verfügung stehenden Fläche bestimmte Moves und Aktionen gezielt auszulösen, was natürlich auch etwas dem Spielprinzip geschuldet ist, welches in dieser Form für kleinbildschirm-iOS Devices nur bedingt geeignet ist. Wahllos drauf los kloppen geht natürlich trotzdem und gut aussehen tuts auch noch. Ob einem das Retrofeeling in diesem Fall 13,99 wert ist muss jeder selber wissen [AppStore Link]
Soul Calibur Screenshots


https://itunes.apple.com/de/app/blades-of-fury/id329976829?mt=8

Blades of Fury (Gameloft)

Blades of was? Gameloft? Hallo? Bin ich hier nicht mehr im RetroGame Artikel? Doch! Blades of Fury ist nämlich der Gameloft Klon von Soul Calibur. Auch wenn ich von Klones allgemein, und den Gameloft RippOffs im speziellen nicht viel halte - hier haben die Burschen aber ALLES richtig gemacht! Blades of Fury ist (zumindest auf iOS) nämlich das bessere Soul Calibur. Nicht nur das es das Spiel schon seit 2009 im AppStore gibt, es war seinerzeit auch so ziemlich das erste 3D Arcade Spiel für iPhone und iPodTouch und bietet selbst heute, fast 5 Jahre später, noch eine wirklich coole Optik. Natürlich etwas moderner als die Original 90er/00er Schinken - aber dennoch retrolastig genug um seinen eigenen Charme zu entfalten. Die Charaktere haben zwar andere Namen und Aussehen, aber von ihren Kampfstilen und Waffen her sind die entsprechenden Soul Calibur Charaktere schnell zugeordnert. Zudem haben sich die Macher etwas Mühe gegeben das Ganze auf TouchSteuerung Niveau zu bringen und bieten statt einfacher Mehrbuttonsteuerung gezielt Buttons für Angriff und Verteidungung an, und haben zudem auch eine reine Touchsteuerung implementiert, bei der man den Charakter durch Wischgesten steuert. Ich bevorzuge des OldSchool Feelings halber die Buttonsteuerung, welche erfreulicherweise so umgesetzt ist, das man sie auch auf den entsprechend kleinen Touchdisplays nahezu problemlos bedienen kann. Die App kostet zudem mit 4,49 Euro auch nur knapp ein Drittel des „Originals“ und ist alternativ auch im 3er Paket des „3in1 Gameloft Action Pack“ für den gleichen Preis erhältlich (zusammen mit Brothers in Arms und Heros of Sparta.) Wenn ich Bock auf SoulCalibur habe, zocke ich bisweilen deutlich lieber dieses hier, auch wenn das Original natürlich immer das Original bleiben wird.  [AppStore Link Single] [AppStore Link 3in1]
Blades of Fury (Soul Calibur Klon) Screenshots


https://itunes.apple.com/de/app/sonic-the-hedgehog/id316050001?mt=8

Sonic the Hedgedog (SEGA)

Auch wenns mittlerweile mit Sonic 4 und Sonic Jump (und anderen Sonic Spielen) wesentlich besser an die TouchDisplay Steuerung angepasste Apps des kleinen Igels von Sega gibt, den Charme des Originals haben sie imho nicht. Bei aller Pixelgrafik (Das Original erschien immerhin bereits 1991 auf dem damaligen Sega MegaDrive) und manchmal etwas hakeligen Steuerung ist und bleibt dieses hier das für mich einzig wahre Sonic Game. Egal ob auf Original Konsolen oder eben auf iOS. Ich steh und stand nie besonders auf Jump’n’Run, aber man muss dieses Spiel hier wenigstens mal angetestet haben, um zu begreifen wieso dieses Genre seinerzeit so einen massiven Hype hingelegt hat. Als das Spiel mit den ältesten Roots in dieser Vorstellung hat es außerdem einen kleinen Ehrenplatz [AppStore Link]
Sonic the Hedgedog Screenshots


https://itunes.apple.com/at/app/ultimate-mortal-kombat-3/id408072784?mt=8

Ultimate Mortal Kombat 3 (EA)

Vorweg: ihr könnt auf die Links klicken wie ihr wollt - mit einem Account im deutschen iTunes Store werden diese immer ins Leere führen :(. Mortal Kombat gehört nämlich auch 20 Jahre nach seinem Erscheinen zu den Spielen, dessen Indizierung in Deutschland nie aufgehoben wurde, was sich bis hin zu dieser iOS Umsetzung zieht. Es gibt 20 Jahre später warscheinlich deutlich brutalere Darstellungen, Spiele und Filme, dennoch hält man offenbar an der Indizierung von Mortal Kombat in Deutschland fest. Im AppStore unserer Nachbarländer Österreich und Schweiz ist das Spiel derzeit für 89 cent, bzw 1SF erhältlich. Ebenso im US Store - und warscheinlich jedem anderen Land der Welt. Es gibt sogar eine HD Version fürs iPad (4,49) Ich habe mir das Game seinerzeit mit einem US iTunes Store Account zugelegt und - Indizierung hin oder her - machen wir uns nichts vor: MortalKombat ist DAS Kultspiel aus der Konsolenzeit schlechthin. Hier über Umsetzung oder Optik zu urteilen wäre Blasphemie. Das Ganze gehört blind gekauft, basta. :-) Ich gebe zu, die Umsetzung der ganzen Finishing Moves gestaltet sich auf dem kleinen Display eines iPhone 4 deutlich schwieriger als auf dem guten alten Joypad, aber hey - ich hätts mir auch gekauft selbst wenn man es gar nicht bedienen könnte :-) Kann man in diesem Fall aber schon, inkl Multiplayer im WLAN. Finish him!   [AppStore Link]  [AppStore Link HD/iPad]
Mortal Kombat Screenshots


https://itunes.apple.com/ch/app/tony-hawks-pro-skater-2/id365383577?mt=8

Tony Hawk Pro Skater 2

Offenbar nicht mehr erhältlich ist Tony Hawk’s Pro Skater 2 - kurz THPS2. Ebenfalls ein absoluter Konsolen Klassiker. Ich hab mir das Game vor 2 Jahren ganz regulär im deutschen AppStore gekauft. Google verweist derzeit noch auf einen Link im schweizer App Store, aber anders als Mortal Kombat gibts den Titel auch dort offenbar nicht mehr. Da sich dieses Verhalten  selbst im US Store wiederfindet, muss man davon ausgehen, das der Titel komplett aus dem AppStore Sortiment genommen wurde, was wirklich schade wäre. In der Hoffnung, dass es sich nur um eine temporäre „Nicht-Verfügbarkeit“ handelt, lass ich die (alten) Links zu den Stores hier mal drin, denn das Spiel hat ebenfalls Nostalgie Potential. Die Umsetzung auf iOS entsprach ziemlich 1:1 der Konsolen Version, allerdings kam mir die Grafik bei der iOS Umsetzung etwas schwach, düster, ja geradezu farblos vor. War das auf der Konsole auch schon so? Egal, die Steuerung auf iOS ist mitunter etwas hakelig und leider nicht so elegant portiert wie bei CrazyTaxi oder Blade of Fury, aber man fummelt sich schnell wieder rein, vor allem wenn man seinerzeit auch das Original gezockt hat. Ich kann nur hoffen, daß dieses Spiel nicht für immer aus den Stores verschwunden ist und evt bald wieder den Weg zurück finden wird. Vom Klassiker und Retro Faktor her hat es dieses Spiel verdient. [AppStore Link]
THPS2 Screenshots

Donnerstag, 13. März 2014

Die besten / nützlichsten iPhone Apps 2013/14


Bereits Anfang des letzten Jahres habe ich an dieser Stelle einen Blick auf die für mich nützlichsten/ besten/ meistbenutzten Apps des Jahres 2012 geworfen. Als mir der Artikel dieser Tage mal wieder unter die Finger gekommen ist, stellte ich fest, daß einige Apps aus den damaligen Empfehlungen nach wie vor exzessiv von mir genutzt werden, andere wurden ersetzt und wiederum andere spielen gar keine Rolle mehr. Es liegt also auf der Hand: Eine aktuelle App Liste muß her! Hier nun also Vorstellungen und Empfehlungen der Apps, die im zurückliegenden Jahr in meinen persönlichen Fokus gerückt sind und 2013 zu den Dauerbrennern auf den iDevices im Haushalt gehörten und gehören. Einige der Apps aus dem Vorjahres Artikel wie Zattoo, Photosynth, Abfahrtsmonitor, StarWalk und Wunderlist finden natürlich weiterhin noch rege Verwendung, auch wenn sie hier nicht noch einmal explizit vorgestellt werden, was auch für die Apps gilt, die im Grunde zur "Standardausstattung" gehören.


Meine Top 10 (+3) Apps des letzten Jahres


https://itunes.apple.com/de/app/chrome-der-browser-von-google/id535886823?mt=8
Google Chrome
Vorweg: ich benutzte ein iPhone 4. Nicht das dies als grundsätzliche Entschuldigung herhalten soll nicht etwa auch Safari als Browser nutzen zu können - aber seit einigen Monaten hat Chrome bei mir Safari als Standardbrowser komplett abgelöst. Das liegt nicht nur daran, dass Chrome auf dem betagten iP4 einen Tick schneller startet, sondern vor allem auch daran, daß mir mit Chrome Funktionen zur Verfügung stehen, die ansonsten nur iPhone 4S Usern und aufwärts vorbehalten sind. Chrome verfügt nämlich über eine Spracheingabe (und auch Ausgabe) die ähnlich wie Siri funktioniert. Ja, manchmal bin ich tippfaul, da will ich meinen Suchbegriff einfach nur sprechen. Und ja, ich freue mich wenn ich die Ergebnisse ebenso aufbereitet serviert bekomme. Da Apple das iP4 in dieser Hinsicht außen vor lässt, empfinde ich Chrome geradezu als Beweis dafür, wie gut Spracheingabe auch auf diesem Gerät funktionieren kann. In diesem Fall bin ich der Datenkrake geradezu dankbar einen Browser zur Verfügung zu stellen, der den Verzicht auf Siri etwas verschmerzen lässt.  [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/camera+/id329670577?mt=8Camera+
Wo wir schon mal bei „Ersatz“ Apps sind, hier meine entsprechende Foto Standard App. Camera+ sollte im Grunde nicht mehr vorgestellt werden müssen. Es ist IMHO die beste Foto App im Store. Allein die getrennte Fokus und Belichtungssteuerung ist ein Killerargument, der Bildstabilisator ein weiteres. Mit keiner App kann ich bessere Fotos schießen als mit dieser, dazu Belichtungswerte im Blick, verschiedene einstellbare Auflösungen etc - wem das nicht reicht, der findet hier auch noch Bearbeitungsmöglichkeiten mit unzähligen verschiedenen Foto Szenen, sowie eine umfangreiche Effekt und Filtersammlung, die jegliche Zusatz App wie Instagram oder anderen Quark nahezu überflüssig macht. Die Foto App schlechthin. Der Preis variiert gelegentlich, aber auch bei den aktuellen 1,79 ist Camera+ jeden Cent wert!  [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/phone-drive/id431033044?mt=8Phone Drive
Mit Phone Drive steht eine Dokumenten Verwaltung zur Verfügung, die es erlaubt drahtlos Daten aufs Gerät zu laden und von A nach B zu transportieren und somit als quasi USB Stick Ersatz fungiert. Die App lässt via Browserinterface Daten aufs iPhone laden und diese von dort auch wieder freigeben. Für einige Dateitypen gibt es integrierte Viewer Funktionen, einen Audioplayer etc. So soll nochma einer sagen, man könne auf iPhones z.B. keine Musik tauschen *hüstel … es ist ja schließlich keiner gezwungen den iOS internen Player zu benutzen. Einfach in Phonedrive laden und von wo auch immer und an wen auch immer auf die gleiche Weise weitergeben. Es lassen sich zudem Playlisten erstellen und einfache Dateiverwaltungsaufgaben in der App vornehmen. Die App bietet Zugriff per http, ftp, DropBox und automatischen iOS <-> iOS Transfer der ähnlich wie AirDrop funktioniert. Eine schnelle Lösung für den schnellen Datentransfer. Die Vollversion gibts je nach Angebotslage auch schonmal gratis und pendelt ansonsten zwischen 89 cent und 1,79 [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/aceplayer-leistungsstarken/id463242636?mt=8
AcePlayer
Ebenfalls zum schnellen dateitausch geeigent, aber vor allem mein Standard Videoplayer. Ich habe mich lange durch alle möglichen Player probiert, von Goodplayer, AVPlayer, oPlayer, infuse, VLC und wie sie alle heißen - und lande doch immer wieder bei AcePlayer, auch wenn es der Player mit der wohl hässlichsten Standard GUI von allen ist,- aber die Funktionalität reißt alles wieder raus. Vor allem seit es seit ein paar Monaten wieder einen auf der Website beschriebenen AC3 Workaround gibt, mit dem der Anbieter offenbar die Lizenzquerelen mit der Dolby Group umgehen konnte. AcePlayer spielt nahezu alles was einem an Videoformaten unterkommen kann - und das ruckellos selbst als Stream übers WLAN. Dabei kann man sowohl auf uPnP und DLNA Server im Netzwerk zugreifen, aber auch auf FTP und SMB Freigaben. Bei Bedarf lassen sich die Dateien nicht nur streamen sondern direkt für Unterwegs aufs Device laden und dort in Wiedergabelisten für Audio und Videodaten organissieren. Die App gibts gelegentlich mal in einer Gratis Aktion, sonst für 2,69 [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/8mm-vintage-camera/id406541444?mt=8
8mm Vintage Camera
Die App habe ich getestet nachdem ich gelesen habe, daß für irgendeinen Doku Film der zudem im Kino lief (leider ist mir der Titel entfallen) auf diese App zurückgegriffen wurde, nachdem bei den Dreharbeiten das 8mm Filmmaterial ausgegangen ist und man zu weit von möglichen Nachschubquellen entfernt war. Die App macht also genau das was der Name verspricht: Gefilmt wird im 8mm Vintage Look, wobei aus verschiedenen Kamera und Objektiv Verhalten gewählt werden kann. Das Ganze macht die App offenbar so gut, das das Ergebnis sogar mit echten 8mm Aufnahmen gemischt im Kino gezeigt werden kann. Auch hier habe ich schon einige ähnliche Apps durchprobiert und muß zugeben, dass diese hier von den Möglichkeiten und Ergebnissen her in der Tat am überzeugensten ist. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/rowmote-remote-control-for/id300265786?mt=8
Rowmote
Was waren das für Zeiten, als iMacs und MacBooks mit IR Fernbedienung geliefert wurden und entsprechend bedient werden konnten. Rowmote bringt das Prinzip in die Neuzeit und erlaubt das Fernsteuern des Rechners per übersichtlicher Fernbedienung im heimischen Netzwerk. Laut, Leise, Start, Stop, vorwärts, rückwärts sind die Hauptfunktionen, die bei Playern jeglicher Art funktionieren. Zudem hat man Zugriff auf eine Art Taskmanager, womit zwischen Apps gewechselt werden kann, sowie sich Fenster öffnen und schließen und sogar Programme gestartet und beendet werden können. Sehr elegant, schlank und unkompliziert gelöst. Bei ist Rowmote mir quasi täglich im Dauereinsatz. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/vlc-remote/id297244048?mt=8
VLC Remote
Und wo wir schonmal bei Fernbedienungen sind, hier ein Klassiker der bereits im Vorjahr Erwähnung fand. Die beste Fernbedienung für VLC die es gibt. Die meisten anderen kranken an einem fürchterlichen UI, diese hier ist eine optische Wohltat und bietet zudem den wohl größten Funktionsumfang aller VLC Fernbedienungen im Store, was bis hin zu möglichen Equalizer Einstellungen geht. Wer immer an seinem Rechner (ob win oder mac) VLC als Default Video Player betreibt, wird diese App lieben und nicht mehr auf sie verzichten wollen. Selbst der hohe Preis von immerhin 4,49 ist schnell zu verschmerzen, vor allem wenn man sich einmal die Alternativen angetan hat. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/runtastic-road-bike-pro-gps/id468429333?mt=8
Road Bike Pro
Wiederholungstäter Nummer 2 ist Runtastics Road Bike in der Pro Version, die es immer mal wieder in Gratis Aktionen zum abstauben gibt, die aber auch die 4,99 wert sind, der Preis den man jenseits von Angebotstagen berappen muß. Als Gegenwert gibts einen umfangreichen Fahrrad Computer / Fitness Trainer / Streckenauswertung und Trainingsunterstützer in einem. Passionierte Radfahrer werden früher oder später eh bei dieser App landen, die sich zudem auch noch für andere Fitnessaktivitäten, wie Joggen, Laufen etc nutzen lässt. Livetracking, Kartenapp - alles inklusive. [AppStore Link]

 

https://itunes.apple.com/de/app/navigon-europe/id320279293?mt=8
Navigon
Ebenfalls Dauerbrenner: Navigon. Ich weiß, ist auch scheißenteuer das Ganze, aber imho das beste Navi rundum Paket. Am besten also mal ne handvoll iTunes Geschenk Rabatt Karten kaufen und dann zuschlagen wenn die App bei 69 Euro ist, was relativ oft vorkommt. Und schon hat man bis zu 30 Euro gespart. Dann aber gleich die Europa komplett Version nehmen. wenn schon, denn schon. Ja es gibt auch preiswerte, gar Gratis Navi Möglichkeiten - und zudem eine mit Sygic, TomTom, Bosch und wie sie alle heißen, große kommerzielle Konkurrenz. Für mich ist Navigon dennoch die klare Nummer 1, sowohl in Optik, Handhabung und Zuverlässigkeit was Routenplanung betrifft. Mittlerweile habe ich mich sogar mit Zusatzfunktionen wie der Glympse Integration angefreundet und benutze diese regelmäßig um bei längeren Fahrten den Wartenden am Zielort einen Überblick in Echtzeit zu verschaffen wo ich gerade stecke. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/soundhound/id284972998?mt=8
SoundHound∞
Im ernst Leute,- lasst mich mit eurem Scheiß Shazam in Ruhe. SoundHound ist dem sowieso überlegen, und das vor allem wegen der Möglichkeit Songs auch selbst gesungen, gesummt oder gepfiffen zu erkennen. Die ∞ Version gibts dann und wann auch als Aktion gratis, doch selbst die in der Regel offiziellen 5,99 für die Vollversion (es gibt auch eine grundsätzlich Gratis Variante) sind jeden Cent wert. Allein schon was den Unterhaltungswert angeht wenn man die „Ich summe einen Song“ Option als kleines Gesellschaftsspiel aufpimpt ^^. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/toxfox-der-kosmetik-check/id665200272?mt=8
ToxFox
Sie darf mittlerweile bei keinem Einkauf mehr fehlen, die App des BUND, welche kosmetische Artikel jeder Art, von der Zahnpasta über Shampoo bis zum Deo nach der Verwendung von giftigen Stoffen oder Hormonellen Zusatzsstoffen ausweist. Einfach Barcode scannen und staunen was die tolle Kosmetikindustrie einem da so alles als Alltagsmittel unterjubelt. ToxFox hat mein Einkaufs,- und Konsumverhalten tatsächlich beeinflusst, da kommt mir nix mehr in den Einkaufswagen was zweifelhafte, schädliche und in manchen Ländern gar verbotene Inhaltsstoffe enthält. Gratis. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/vogelstimmen-trainer-nature/id311042698?mt=8
Vogelstimmentrainer
Bei der App auf ein Aktionsangebot zu warten scheint hoffnungslos. Man kann sich eine limitierte Gratis App laden, die Vollversion allerdings gibts seit Jahren ohne Preissenkungen für harte 9,99. Dafür gibts aber die ultimative Sammlung von heimischen und benachbarten Vogelarten, samt Beschreibung, mehrerer in der App abspielbarer Ruf und Gesangsaufnahmen und kleinem Quiz. Der stolze Preis wird durch den wirklich überragenden Umfang und Inhalt jederzeit gerechtfertigt. Klar, 5-6 Euro würden es warscheinlich auch machen, aber bei allen anderen ähnlich gearteten Apps die ich getestet habe, hat diese hier einfach die Nase vorn und darf bei keinem Wochenende im Garten, Urlaub oder sonstigen Aktivitäten in der Natur fehlen. Ein klares Muß für Natur und Vogelfreunde. [AppStore Link]


https://itunes.apple.com/de/app/threema/id578665578?mt=8
Threema
Jaaaaa, Threema gibts nicht erst seit Facebook WhatsApp gekauft hat, sondern ist bereits seit letztem Jahr im Store erhältlich und seit Spätsommer bei mir im Einsatz, auch wenn ein halbes Jahr lang mit nur einem einzigen Kontakt. Seit der WA Übernahme durch FB allerdings ist meine Kontaktliste geradezu explodiert und zählt mittlerweile gut 20 Adressaten. Das sind mittlerweile genausoviel, wie Personen mit denen ich früher ge“whatsappt“ habe. Von daher ist Threema mittlerweile der einzige Messenger auf meinem iPhone und bietet mir alles was ich brauch und seit ein paar Wochen eben auch jeden, mit dem ich auf diese Weise gern kommunizieren will. Danke Facebook, das du mir nach langem Warten meine Threema Kontakte so reichlich befüllt hast - eine Leistung die nichtmal der NSA Skandal letztes Jahr geschafft hat :-) [AppStore Link]



Alle Apps im AppStore Link Widget
(Achtung: AdBlock verhindert u.U. das Anzeigen des Widgets an dieser Stelle. Wer hier nichts sieht, sollte das mal deaktivieren ^^)





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Siehe auch Artikel: Die besten / nützlichsten Apps des Jahres 2012

Donnerstag, 20. Februar 2014

Threema oder nicht Threema …

Facebook kauft WhatsApp - ein Grund zu wechseln?

Gründe WhatsApp den Rücken zu kehren gibt es viele, dafür bedurfte es gar nicht des Kaufs durch Facebook. Allerdings kümmert nicht jeden die Verschlüsselung von Kommunikation, ganz einfach weil man selten wirklich „brisante“ Daten über einen Messenger austauscht. Auch das Übermitteln der Telefonnummern mag nicht elegant sein, gehört (und bedingt) aber nunmal die Grundfunktionalität von WhatsApp. Und nein, außer der reinen Übermittlung der Nummer gibt es bis heute auch keine Beweise für sonstigen Datenaustausch, auch wenn man das WhatsApp gern nachsagt. Weder konnte bis heute nachgewiesen werden dass WhatsApp irgendwas sonst aus dem Adressbuch überträgt, noch wurde jemals ein Fall bekannt, dass WhatsApp die so gewonnenen Daten irgendwie, an irgendjemanden „verkauft“ hat. Bis eben heute. Der Käufer: Facebook. Was immer WhatsApp auf seinen Servern gespeichert hat gehört jetzt dem großen "F". Genau die Konstellation ist es, die unruhig werden lässt. Klar, das Ganze erscheint noch lange nicht so dramatisch wie die theoretische (und praktische) Datensammlung von Google, allerdings macht es das nicht weniger pikant.

[...] Selbst wenn sich für die User nach außen hin nichts ändert und beide Plattformen/Apps eigenständig bleiben - Im Hintergrund werden zur reinen Auswertungen die beiden Datenbanken zusammengeschmissen und abgeglichen [...]

Das Problem sind gar nicht so sehr die Inhalte der Kommunikation, sondern die Verknüpfung der Daten und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Quasi genau das, was Facebook von jeher ausgezeichnet hat und dort einst das Kernanliegen war: Wer kennt wen, kennt noch wen, kennt eventuell mich und kann/will/soll mit mir entsprechend verknüpft werden. Allein die Freunde-, oder Seitenempfehlungen auf Facebook lassen manchmal erahnen wie effizient die Software im Hintergrund arbeitet und treffende Zusammenhänge erstellt, ohne es eigentlich „wissen“ zu können. Da mochte man Facebook schon gar nicht mehr seine Telefonnummer mitteilen, weil einem das Ganze suspekt genug war. Jetzt aber bekommt Facebook Zugriff auf eine halbe Milliarde Telefonnummern. Möglicherweise im Kontext mit Verknüpfungen welche Nummern aus den Kontaktdaten von anderen Nummern stammen. Man stelle sich diese Information gepaart mit dem, was Facebook bereits jetzt in der Lage ist an (meist spekulativen, am Ende aber errechneten und überraschend zutreffenden) Zusammenhängen zu erstellen, vor.
Selbst wenn sich für die User nach außen hin nichts ändert und beide Plattformen/Apps eigenständig bleiben - Im Hintergrund werden zur reinen Auswertungen die beiden Datenbanken zusammengeschmissen und abgeglichen. Es wäre zumindest reichlich Naiv davon auszugehen das dies nicht geschieht, selbst wenn es keine offensichtlichen Änderungen gibt. Fehlende Verschlüsselungen hin oder her, aber ich weigere mich hinzunehmen, daß alles was ich auf den unterschiedlichsten Plattformen veranstalte zu einem einzigen „Mega Account“ zusammengefasst wird und Plattform,- Geräte,- und Diensteübergreifend ein nahezu umfassendes Profil von mir erstellt wird, welches mich am Ende besser kennt als ich mich selbst. Ich habe mich ja schließlich bewusst für unterschiedliche Komunikationsplattformen für unterschiedliche Zwecke entschieden.

[...] Ja ich benutze auch Facebook. Aber ich kommuniziere dort mit ganz anderen Leuten als per SMS, Telefon oder eben Messenger. Meine Kontakte speisen sich auf den unterschiedlichen Plattformen und Diensten aus zum Teil komplett unterschiedlichen Lebensbereichen - und das soll auch so bleiben [...]

"Das ist mein Tanzbereich und das ist dein Tanzbereich"

Ja ich benutze auch Facebook. Aber ich veröffentliche da zum einen nicht "mein Leben", sondern eben nur bestimmte Sachen und zum anderen kommuniziere ich dort mit ganz anderen Leuten als per SMS, Telefon oder eben Messenger. Meine Kontakte speisen sich auf den unterschiedlichen Plattformen und Diensten aus zum Teil komplett unterschiedlichen Lebensbereichen - und das ist gut so - und soll vor allem auch so bleiben!
Mir gehts nicht darum, den einen oder anderen Dienst pauschal zu verteufeln, es ist das Zusammenbringen unterschiedlicher Daten was mir missfällt, weil ich diese bewusst und *aus Gründen* auf verschiedene Anbieter verteilt habe. Nicht weil Facebook per se böse ist, ich nun ein bockiges Kind bin und deshalb aus Trotz mein WhatsApp lösche. Da FB aber nunmal WA gekauft hat muss ich halt persönlich umdisponieren. Ich werde also meine WhatsApp Kommunikation in Zukunft versuchen nahezu komplett abzustellen und letztendlich meinen Account dort löschen. Das WhatsApp meine Telefonnummer und die meines Adressbuches hat - sei es drum. Aber eine tote, auf diesem Dienst inaktive Nummer ist am Ende nur noch genau das. „Irgendeine Nummer“. Ob diese Nummer mal irgendwann mit irgendwem kommuniziert hat ist wirtschaftlich gesehen uninteressant, mit der Vergangenheit kann man in den seltensten Fällen Geld verdienen. Aber wenn eine Nummer aktiv betrieben wird, dazu in Kontext mit anderen gebracht werden kann, von denen wiederum ein großer Teil auch bei Facebook hinterlegt ist, dann eröffnet das Möglichkeiten, die einen mit nur etwas Phantasie erahnen lassen, warum dem guten Mark dieser Deal 16 Milliarden wert gewesen ist.

Threema der Heilsbringer?

Natürlich nicht, denn es gibt keine Garantie das Threema jetzt für alle Ewigkeiten eine moralisch weiße Weste tragen wird, aber wenn der Dienst nächstes Jahr von weiß der Geier wem gekauft wird und mir das nicht passt, oder sonstwelche Sachen ans Tageslicht kommen, dann wird sich halt der nächste Anbieter finden. Mir gehts wie gesagt auch nicht darum, zwingend einen Dienst nutzen zu müssen der nicht in einem Land der „Five Eyes“ beheimatet ist. Das ist im Falle von Threema zwar schön, aber niemand weiß ob es praktisch etwas nützt wenn mal irgendwelche Männer in schwarzen Anzügen vor der dortigen Tür stehen. In diesem Zusammenhang mag dann zwar auch die End-To-End Verschlüsselung von Threema nicht zu verachten sein, aber wer weiß  schon ob sich das am Ende nicht doch alles irgendwie entschlüsseln lässt. Und trotzdem wird Threema mein vorläufig auserkorener WhatsApp Nachfolger sein. Das meine Kontaktliste innerhalb eines Tages von 1 auf 6 angewachsen ist, stimmt für dieses Vorhaben einigermaßen optimistisch und einen geeigneteren Nachfolger sehe ich derzeit für mich nicht. Zum einen hat Threema einen ähnlichen Funktionsumfang wie WhatsApp. Nur in schön und vor allem *schnell*. Und was gibt es sonst so? Viber? Come on, seriously? Hat mal jemand einen Blick in die Nutzungsbedingungen von Viber geworfen? Da fragt man sich doch, warum überhaupt wechseln? Gut, dann wäre die Frage beantwortet. Line? Hm, nee eher nicht. Telegram? Okay, zumindest "teilweise" (?!) OpenSource Und natürlich auch ohne böse Absichten. Und gaaanz sicher *hüstel. Gehört zwei russischen Neumilliardären. Ich weiß nur leider nicht warum ich denen mehr vertrauen soll als einem schweizer Programmierer, zumal Telegram vom Aufbau her ein nahezu 1:1 WhatsApp Klon ist und auch funktionell einige „Fehler“ seines Vorbilds übernommen hat. Die Verschlüsselung wird unter Experten zudem weitestgehen als Murks bezeichnet, und die App zeigt bisweilen merkwürdiges Verhalten was Erlaubnisse und Rechte angeht und sollte daher mit Vorsicht zu genießen sein. (Siehe hier) Und reine Messenger wie Skype, ICQ etc die nur mit reinen Accountnamen funktionieren will ich nicht auf einem Smartphone dauerhaft betreiben. Ein SMS/MMS Ersatz soll dort auch genau das sein.

[...] Aber mal ehrlich: Welcher normale User kann einen ihm vorliegenen (Open)Source Code lesen *und* verstehen ?[...]

Landen wir also wieder bei Threema. Warum eigentlich auch nicht? Achja, ich vergaß. Es ist nicht Open Source. Gaaaaaanz böse sowas. Man muss sich dann ja drauf verlassen was der Programmierer sagt. Aber mal ehrlich: Welcher normale User kann einen ihm vorliegenen (Open)Source Code lesen *und* verstehen? 50%? 10%? Oder doch eher 1% Warum ist das nun „sicherer“? Hier muss ich ebenso „Dritten“ vertrauen, die mir irgendwie bestätigen das der Code okay ist. Kann ich das selber nachprüfen? Eben. Ohne Programmierkenntnisse eher nicht. Zumal Closed Source nicht per se schlecht ist (außer vielleicht in den Augen einiger verbohrter Nerds). Und zuletzt bleibt immer noch die Frage nach dem Geschäftsmodell: Eine App die 1,79 kostet hat eins. 10000 Leute kaufen die App, macht ~12000 Euro für den Entwickler. Was ist das Geschäftsmodell der Gratis Apps (außer in-App Purchases für buntere Smileys?). Die reine Menschenfreude?

(K)eine Frage des Preises

Mir ist übrigens klar, das Threema bei dem Preismodell nie und nimmer die die Verbreitung von WhatsApp finden wird, dazu besteht die Klientel ganz einfach aus nahezu jedem SmartPhone Benutzer. Wer einmal in einer deutschen Großstadt frühmorgens im Schulverkehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs war, wird bestätigen können, daß dort Horden von Schülern mit Smartphones ausgestattet unterwegs sind. Die wenigsten von denen dürften über einen Bezahl Account in einem AppStore verfügen, und somit landet auf vermutlich hunderttausenden, wenn nicht Millionen Geräten warscheinlich nie eine App die Geld kostet. Das war und ist der Doorbreaker für WhatsApp und Co. Mir persönlich ist das Ganze aber dennoch 1,79 wert. Ich gebe zu, ich habe auch wenig 14 jährige Schüler in meinem Kontakte Kreis. Die Frage nach "Threema oder nicht Threema" habe ich für mich selbst längst beantwortet: THREEMA! 


https://itunes.apple.com/de/app/threema/id578665578?mt=8

https://play.google.com/store/apps/details?id=ch.threema.app&hl=de






Weiterführende Links:
- Threema Website
- Threema FAQ
- Threema Encryption Validation

- Wikipedia: Threema


Stern: Warum Threema das bessere Whatsapp ist 
Zeit: Weg von WhatsApp - aber wohin?
Focus: Facebook kauft Whatsapp: Aber jetzt kommt Threema!

Freitag, 17. Januar 2014

Ein Apple Nerd auf Abwegen - Teil 1 - Galaxy S4 mini

Über den Tellerrand: Das Gerät

Es begab sich, dass mir für einige Tage ein Samsung Galaxy S4 mini samt Android 4.2.2 zur Verfügung stehen sollte. Sofort war klar, das ich dies in einem nahezu schlaflosen Wochenmarathon ausführlich ausprobieren werde. Dabei wollte ich so unvoreingenommen wie möglich an die Sache rangehen. Kommt ein Mac/iOS User mit Android klar? Wie beurteilt man als quasi Neuling das OS, das Gerät und die komplette Nutzererfahrung? Gibts "Whow" Effekte? NoGos?


Bereits als ich stichpunktartig die ersten Notizen machte war klar: Der Text zu dieser Betrachtung wird etwas länger :-) Vor allem weil es hier (anders als bei iDevices/iOS) keine einheitliche Nutzer Erfahrung für das Gesamtpaket gibt, sondern man angesichts der Vielzahl an Herstellern und Geräten die Nutzererfahrung für das Gerät und das OS getrennt betrachten muß. Gerät und Betriebssystem sind auf der Android Plattform nunmal zwei verschiedene Schuhe. Ich kann unter diesem Aspekt verstehen warum Apple sein OS nicht an andere Hersteller lizenziert und die Kontrolle (und somit auch die Verantwortung) über die *gesamte* Nutzererfahrung haben will. Wenn einem an der iDevice Kombination irgendwas nicht passt, liegt es zumindest einzig und allein in Apples Verantwortung etwas zu ändern, oder das in Kauf zu nehmen und muss sich zumindest nicht mit negativen Nutzererfahrungen auseinandersetzen und sich für Sachen schämen oder gar entschuldigen, die eigentlich andere zu verantworten haben. Angesichts  dessen und dem Umfangs meiner Eindrücke habe ich mich also entschieden das Ganze in zwei Artikel zu teilen. Im ersten Teil geht es dabei vornehmlich um das Gerät, während das OS in Teil 2 Beachtung findet.


Samsung Galaxy S4 mini

Es sollte von vornherein klar sein, dass ein S4 mini nicht als „Topmodell“ der Android Smartphones gilt, und daher nur bedingt als Vergleich zu einem iPhone herhalten kann. Dafür müsste es vielleicht eher ein HTC One sein, oder vielleicht ein Galaxy S4 (ohne mini). Möglicherweise ist daher die Beurteilung an einigen Stellen etwas unfair, ABER: oft genug wird man aus der Android Welt mit dem Argument gegeißelt, dass ein iPhone ja viiiiieeeeel zu teuer wäre und man „das alles“ in der Android Welt schon für einen Bruchteil des Geldes (impliziert für mich = weniger als die Hälfte) bekommen könne. Doppelt so schnell versteht sich.^^ Mit einem Preis der aktuell (Amazon) bei ca 300 Euro beginnt, gehört das S4 mini nun nicht zu den wirklich preiswerten Geräten die es am Markt gibt. Hier sind auch Geräte für teilweise 150 - 200 Euro keine Seltenheit und daher legte ich meine Messlatte doch etwas höher an. Bekommt man wirklich „das gleiche“ oder zumindest  „etwas vergleichbares“ für diesen Preis?  Dazu kommt, dass einige Portale und Magazine (wohl aufgrund des Formfaktors) das S4 mini gelegentlich auf eine Stufe mit dem iPhone 5 stellen und beide Geräte, im Ergebnis nicht selten zum Vorteil für das S4 mini, miteinander vergleichen. Ohne Einzelheiten aus dem folgenden Artikel vorweg zu nehmen, aber mit Verlaub: Derartige Einschätzungen können nicht ansatzweise objektiv ernstgemeint sein und würde ich als ausgeprägtes "Reality Distortion Field" bezeichnen. Welch Ironie, dass dieser Begriff vor allem mit "kritiklosen Apple Fanboys" verbunden, diesen zugeschrieben und assoziiert wird. ^^ Aber eins nach dem anderen.
Wie es da so in der kleinen Box lag, war mein erster Gedanke „wie elegant und schick es doch ist“. Gut aussehen tut das S4 mini ohne Zweifel ...

[...] ich bin einer von denen, der in Navigon alle 44 Karten Europas lädt, obwohl er in 35 Länder davon im Leben warscheinlich keinen Fuß setzen wird, [...]

Das Positive

Formfaktor
Das S4 mini hat für mich den perfekten Formfaktor. Nahezu identisch dem iPhone 5, gefühlt etwas dünner aber grundsätzlich von der Größe her perfekt um unauffällig in Hemd-, und Hosentaschen aller Art zu verschwinden und von den Maßen her dazu geeignet mit nur einer Hand gehalten und bedient zu werden. Der Bildschirm in einer ebenso nahezu perfekten Größe auf welchem man sich ohne Augenschmerzen Videos ansehen oder eBooks lesen kann. Ich bin von jeher ein Freund eher handlicher Geräte und kann dem Hype und Trend zu immer größeren Displaygrößen im Smartphone Sektor überhaupt nichts abgewinnen. Von der Größe her sollte für mich ein solches Telefon genau die Abmessungen wie das S4 mini (oder eben das iPhone 5) haben. Der Grundstein um Freunde zu werden war also gelegt.

Speicher
Als nächstes trumpfte das Gerät mit einem Feature auf, auf welches ich wirklich neidvoll blicke, was aber selbst in der Android-Welt keine Selbstverständlichkeit ist: Der Slot für eine 64GB SD-Card! Ich gehöre zu denen, die am liebsten ihre komplette App und Musiksammlung immer bei sich haben, ich bin einer von denen, der in Navigon alle 44 Karten Europas lädt, obwohl er in 35 Länder davon im Leben warscheinlich keinen Fuß setzen wird, der Hörbücher für mehrere Wochen dabei haben will, selbst wenn der Akku eines solchen Geräts keine 2 Tage durchhält. Gebt mir Speicherplatz - ich bekomme ihn voll! Man kann schließlich nie wissen was man alles braucht. Und mal eben und bequem den Speicher seines Devices um 64GB erhöhen, und diese sogar im Falle eines Falles wechseln zu können… das ist doch wie für mich gemacht! Das ist jetzt schon kein Grundstein mehr, das kommt schon einem soliden Fundament für eine mögliche Freundschaft nahe :-)

Performance
In meiner gesamten Testzeit kann ich nichts negatives zur Hardwareperformance sagen. Gefühlt genauso flott unterwegs wie das iPhone 5 meiner Frau. Keine lästigen Wartezeiten beim öffnen von Apps, keine Ladezeiten bis zum Anzeigen von Inhalten, keine Ruckler, Lags oder sonstigen Hänger. Das Galaxy S4 mini ist ein durchweg flottes, schnelles und performantes Gerät. Ich hab jetzt zwar nicht übermäßig viel 3D Spiele gezockt, aber alles was ich in der Woche ausprobiert habe erledigte das Gerät performancetechnisch zur vollsten Zufriedenheit. Sollten die Vergleiche einiger Portale und Fachmagazine zum doppelt so teuren iPhone 5 doch ihre Berechtigung für das S4 mini haben?

IR-Sensor
Da man nicht von jedem erwarten kann sein Haushalt mit komplett aktueller Technik auf WLAN, AirPlay etc Basis ausgerüstet zu haben, entpuppt sich der integrierte IR Sensor im Zusammenspiel mit Samsungs WatchOn als tatsächlich angenehmer Pluspunkt. Zumindest subjektiv  für mich, denn in meinem Haushalt gibts von der Stereoanlage, über TV, DVD Player und DVB-T Receiver tatsächlich mehr IR Geräte als WLAN fähige Streaming Devices - und somit ist die Möglichkeit einer Infrarot Universalfernbedienung, samt Programmführer in einer App tatsächlich ein nützliches und praktisches Gimmick.

[...] Das der Akku beim S4 mini wechselbar ist, mag im Heise Forum vielleicht für maximale Begeisterung sorgen, spielt für mich aber nahezu keine bis absolut keine Rolle [...]

Wertungsneutrale Aspekte

Akku
Der Akku hält bei ähnlich intensiver Benutzung in etwa genauso lange wie bei meinem Alltags iPhone 4 mit iOS 7. Hier also weder Vor,- noch Nachteil. Ein Smartphone ist nunmal nicht einfach nur ein Handy und von daher muss man heutzutage offenbar hinnehmen, dass so ein Gerät am Ende des Tages an die Steckdose muß,- oder wenn man es denn tatsächlich kaum benutzt und nur für eine handvoll Telefonate mit sich spazieren trägt nach 2 oder maximal 2,5 Tagen. Das der Akku beim S4 mini wechselbar ist, mag vielleicht im Heise Forum für maximale Begeisterung sorgen, spielt für mich aber nahezu keine bis absolut keine Rolle. Ich habe in den letzten 15 Jahren noch nie bei einem Handy den Akku gewechselt - und selbst bei meinen Fotoapperaten, für die ich immer einen Wechselakku dabei habe, hält sich das Wechseln in der Praxis im nahezu einstelligen Bereich in Grenzen. Mir ist dieser Akku-Wechsel-Hype somit schnurzpiepegal, also hierfür auch kein Pluspunkt.

Bildschirm
Die Größe des Displays ist wie schon geschrieben für mich perfekt, mittlerweile aber was die Größe angeht auch Standard. Subjektiv Angenehm. Punkt. Die Display Qualität hingegen hat ihre Sonnen-, und Schattenseiten, deswegen ebenfalls „wertungsneutral“. Es stimmt schon, das dieses Super-AMOLED Display eine hervorragende Brillianz hat. Was man sieht, sieht begeisternd aus. Gestochen scharf. Knackig und kontrastreich. Auf der anderen Seite offenbaren sich aber auch genau hier die Nachteile: In einigen Farbbereichen ist die Farbdarstellung schlicht „unecht“. In vielen Rot-Tönen z.B. nahezu künstlich bis hin zu komplett überdreht. Ist jetzt für mich kein KO Kriterium, zeigt aber, daß Super-AMOLED nicht zwingend und schon gar nicht eindeutig besser als Apples Retina ist. Eine erste negative Tendenz zeigt sich hier im Gegenteil bereits z.B. bei der Beurteilung von mit dem Gerät geschossenen Fotos. Da auf dem Super AMOLED ob der überdrehten Kontrast und Farbdarstellung nahezu alles *hammergeil* aussieht - ist die Enttäuschung oftmals groß, wenn das geschossene Foto auf dem heimischen Rechner dann doch blass, unscharf oder verrauscht ist. Aber seis drum. Zum hin und her wischen, lesen, videos gucken und chatten ein alles in allem gutes Display.

Haptik
Gleich vorweg: Das S4 mini liegt trotz seiner nahezu perfekten Maße unterm Strich doch irgendwie „seifig“ in der Hand. Die Befürchtung, es könnte jeden Moment entgleiten und zu Boden „rutschen“ ist in der gesamten Testzeit nie gewichen. Da bei mir aber so oder so jedes Smartphone in einer passenden Hülle oder Tasche landet, spielt das für mich in der Praxis keine wertende Rolle.

Verarbeitung
Nunja. Das Gerät kostet „nur“ 300 Euro. Warscheinlich ist es damit besser verarbeitet als ein 150 Euro Android. Man spürt aber schon deutlich, dass es auch einen (weiteren) Grund gibt warum einige Smartphones eben 500, 600, 700 Euro kosten. Da bei mir aber wie gesagt die Geräte in einer Tasche/Hülle verschwinden, in denen letztendlich nur das Display und die Bedienelemente zugänglich sind, beurteile ich das mal als neutral. Bis auf etwas zu leicht gehende laut/leise und Power Tasten ist das Gerät durchaus aktzeptabel verarbeitet.

[...] Wer sich diese Button Anordnung ausgedacht hat, gehört nach Nordkorea strafversetzt! [...]

Das Negative

Nun kommen wir zu dem Teil in dem klar wird, dass Smartphones für 500 - 700 Euro bei allen preiswerten Alternativen dennoch ihre offenbar nicht abzustreitende Existenzberechtigung am Markt haben und man eben nicht „das gleiche“ für die Hälfte bekommt. Zumindest nicht beim Galaxy S4 mini. Fangen wir mal mit etwas eigentlich ganz banalem an:

Lautsprecher
Kurzfassung: Die integrierten "Lautsprecher" sind ein Witz.  Mal eben ein Video oder ein Song ohne Kopfhörer abzuspielen ist qualitativ nahezu unerträglich. Dabei verleitet doch das im Grunde große und gute Display dazu, auch mal ein Video nicht nur für sich, sondern auch für seine Umwelt, Kollegen oder im Familienkreis abzuspielen. Oder mal einen Song. Wir leben immerhin im Zeitalter von Youtube, Spotify und packenden (auch aus akkustischer Sicht) Games! NICHTS davon wird man auf diesem Gerät jemals mit Freude über die integrierten Lautsprecher genießen können. Nichtmal „ersatzweise“ mag man sich dieses jämmerlich dünne Gekrächze länger als 2-3 Minuten anhören. Es tut weh im Ohr und bald darauf im Kopf und man empfindet jegliche Musik oder Videobegleitung schnell als nervend. Dagegen wirkt der Sound eines iPhones über die integrierten Lautsprecher geradezu „raumfüllend“. Als Gerät zum „Medien konsumieren“ ohne Kopfhörer ist das S4 mini damit für meine Ansprüche absolut ungeeignet, was wirklich schade ist.

Kamera
Come on! Das S4 mini kam im Mai/Juni 2013 auf den Markt. Ganze 3 Jahre nach z.B. dem iPhone 4. Es hat auch - zumindest auf dem Papier - eine eigentlich bessere Kamera verbaut. Zumindest denken das alle, die „bessere Kamera“ mit „mehr MegaPixel“ gleich setzen. Das S4 mini zeigt eindrucksvoll das dem nicht so ist. In der Praxis macht das S4 mini im Freien, bei strahlendem Sonnenschein und nahezu wolkenlosem Himmel zur besten Uhrzeit wirklich etwas bessere Bilder … als ein 3 Jahre altes iPhone 4. Es stellt Details klarer dar und zeichnet deutlichere Kontraste bei im Hintergrund befindlichen Objekten.

Kameravergleich bei Tageslicht

Aber schon im Vergleich mit einem iPhone 4S zieht das S4 mini hier den kürzeren. So richtig in den Keller geht die Leistung der Kamera bei Bildern in den eigenen vier Wänden mit normaler „Alltagsbeleuchtung“. Zwar sieht das Ganze auf dem Display das Galaxys immer noch knackiger aus, aber da greift der bereits erwähnte Nachteil des Super-AMOLED Displays: Der Schein trügt! Am Rechner betrachtet liegt schon bei etwas geringerem Licht die Fotoqualität bisweilen *deutlich* hinter einem betagten iPhone 4. Das Bildrauschen ist ungleich höher, Buchstaben und Schriften auf im Raum befindlichen Gegenständen sind schwerer zu entziffern oder verschwinden im Rauschen, während die Fotos von einem iPhone 4 noch einiges mehr an Details preisgeben. Je weniger Licht, desto deutlicher fällt das Galaxy zurück. Ein Foto im Wohnzimmer mit „Abendbeleuchtung“ (also mit Stehlampe und evtl. noch eingeschaltetem TV), was auf einem iPhone 4 schon keine guten Bilder mehr produziert, ist auf dem S4 mini noch schlechter. Mit der Kamera und der Qualität eines iPhones 4S ist das nicht mehr ansatzweise vergleichbar, geschweige denn mit der Fotoqualität eines iPhone 5 oder gar 5S. Natürlich reicht das S4 mini damit immer noch als "Gelegenheits Knipse" für unterwegs. Zumindest zwischen 11 und 14 Uhr bei Sonnenschein. Das ist für ein aktuelles Gerät anno 2013/2014 aber imho definitiv zu wenig.

Kameraververgleich, Abendbeleuchtung Wohnzimmer


Touchempfindlichkeit
Kurz gesagt: die Berührungsempfindlichkeit ist zu hoch! Wenn schon in Nutzerbewertungen bei Amazon dazu geraten wird vielleicht zwei oder besser drei dieser Schutzfolien *übereinander* drauf zu kleben, um nicht aus Versehen immer wieder Apps zu starten und Funktionen auszulösen die man nicht will, muß ich hier glaube ich nicht noch weiter drauf eingehen und drauf rumhacken.

Design
Das Gerät an sich ist schick. Was viele jedoch verkennen ist die Tatsache, dass „Design“ nicht bedeutet wie ein Gerät aussieht. Design ist die Kombination aus optischer Ästhetik und praktischer Funktionalität aller Elemente. Genau an diesem Punkt versagen regelmäßig selbst die Größten ihrer Branche. Selbst Apple hat kein Dauerabo darauf immer alles richtig zu machen. Samsung ganz offensichtlich auch nicht, denn beim Galaxy S4 mini zeigen sich Eigenschaften die ich im Grunde nicht bereit bin an einem Gerät hinzunehmen welches 300 Euro kostet. Bei 100 Euro wäre es mir vielleicht egal, und selbst da würde es mich stören und ärgern, im Klartext:
=> Die Hardware Buttons
Wer sich diese Button Anordnung ausgedacht hat, gehört nach Nordkorea strafversetzt! Der Power Button befindet sich rechts, seitlich am Gerät. Dort aber nicht etwa irgendwo oben in Randnähe, sondern in Höhe einer gedachten "Drittelgrenze" und ist zudem noch ziemlich leichtgängig. Der zu Beginn von mir erwähnte positive Aspekt des Formfaktors, welcher *eigentlich* eine bequeme „Einhandbedienung“ ermöglicht, wird hiermit komplett zunichte gemacht.  Es gibt bei der „klassischen Einhand Bedienung" nämlich kaum eine Haltemöglichkeit ohne immer mal wieder auf die Powertaste zu kommen und somit ungewollt den Sperrbildschirm des Geräts zu aktivieren. Beim telefonieren, futschen und wedeln, surfen, schreiben - ob mit Links oder Rechts, ob mit einem Finger oder mit der Hand umschlossen - der leichtgängige Powerbutton brüllt nahezu permanent danach ungewollt gedrückt zu werden. Aber damit nicht genug. Die Lautstärke Buttons sind schlauerweise ziemlich exakt gegenüber des Powerbuttons - und somit wird dieser wiederum auch ausgelöst, wenn man bei einer "Einhand Bedienung" die Lautstärketasten drückt, weil die Powertaste gegenüber ja den Gegendruck abbekommt. Sowas dämliches aber auch! Das die Lautstärkebuttons nach meinem Geschmack auch für sich schon etwas ungünstig, weil zu tief, positioniert und mit einer Hand immer etwas hakelig zu bedienen sind, fällt da schon kaum noch ins Gewicht.
Während man Sachen wie Lautsprecher, Kamera, allgemeine Verarbeitung und Haptik noch mit dem niedrigeren Preis rechtfertigen und in Kauf nehmen kann, ist die undurchdachte und unpraktische Anordnung der seitlichen Hardware Buttons ein klarer und unnötiger Designfehler, welcher die Nutzer Erfahrung „eines Android Handys“ tatsächlich negativ beeinflusst.

Bloatware
Eine verbreitete Unsitte von Hardware Herstellern ist das bündeln ihrer Geräte mit irgendwelcher Gammelsoftware die kein Mensch braucht, bzw die man sich, wenn man sie denn braucht auch selbst aus einem AppStore downloaden kann. Da wird Apple (zu Recht) dafür gescholten, das man unter iOS6 keine automatisch gedownloadeten Updates löschen kann, die dann auf ewig wertvollen Speicherplatz belegen,- zumindest bis man endlich updatet. Oder das es eine handvoll iOS Apps gibt, die man nicht manuell entfernen kann. Aber auf der Seite beim "großen Gegenspieler" Samsung nimmt scheinbar keiner Anstoß daran was hier alles an wirklichem Schrott und unnötigen Diensten bei Auslieferung auf dem Gerät ist. Ich will nicht zwingend die KaufDA App, oder das CeweFotobuch auf meinem Device haben. Auch die Angebote eines Reiseportals als Widget auf einem meiner Startscreens interessiert mich nur bedingt, genau wie noch ein halbes Dutzend anderer Werbeträger, die man per default nichtmal deinstallieren sondern nur deaktivieren kann. Na immerhin was. Zumindest bis zum nächsten Systemupdate, bei diesem werden diese Apps nämlich schön brav wieder aktiviert. Den Platz auf den per default knappen 8GB, von denen sowieso schon nur knapp 5GB nutzbar zur Verfügung stehen, belegen sie trotzdem. (Ja ich weiß mit Gerät rooten etc bekommt man auch das weg, aber darum gehts nicht.)

OS Support
Seit Mai/Juni 2013 gibt es das S4 mini. Im Februar 2013 wurde Android 4.2.2 veröffentlicht. Seit Ende November 2013 steht das 4.2.2 Update für das Galaxy S4 mini von Samsung zur Verfügung. Von 4.3. (Juli) 4.3.1, 4.4 (Oktober) 4.4.1 oder 4.4.2 (allesamt mit bisweilen nützlichen funktionalen Updates) ist (noch) nichts zu sehen. Zumindest sind sie angekündigt. Zudem war der erste Rollout von 4.2.2 auf dem S4 mini auch noch Bug behaftet, Anwender hatten massenhaft Probleme mit ihren SIM Karten, die bisweilen nicht erkannt wurden. Erst Anfang Januar 2014 gabs von Samsung eine neue BuildNummer des 4.2.2. updates mit dem das Problem behoben wurde. Gemessen daran, was Apple bisweilen für ShitStorms über sich ergehen lassen muss, wenn man mal in einer Beta eine Funktion streicht, scheint es hier kein Problem zu sein, irgendwann endlich ein Software Update zu bekommen, welches erst kaputt und dann auch schon wieder 1 Jahr alt ist - und es in der Zwischenzeit schon 2 neue Versionen gibt (die man eventuell dann auch erst, wenn überhaupt, in einem Jahr bekommt?).
Andere Hersteller zeigen hingegen, dass es sich hier eben nicht um ein grundsätzliches „Android Problem“ handelt, sondern es eben an Samsung liegt, hier schneller hinter her zu sein und seine User mit aktuellen Versions Updates zu versorgen. Von daher landet dieser Negativ Punkt auch im Artikel des Geräts und nicht des Systems.


Fazit:

Während der positiven Aspekt des Formfaktors letztendlich subjektiv ist, die Performance im Grunde nur zeitgemäß, bleibt als wirklicher Pluspunkt am Ende für mich vor allem die Erweiterungsmöglichkeit des Speicherplatzes und der in meinem Fall nützliche IR-Sensor. Der „Vorteil“ des Preises (im Vergleich zu einem iPhone) relativiert sich hingegen ziemlich schnell, denn rein Hardwaremäßig sind die negativen Abstriche im Alltag deutlich spürbarer. Ja ich mag nunmal Videos auf meinen mobile Devices gucken und HÖREN. Ja, ich mag gerne spontan Fotos machen mit dem einzigen Gerät das ich quasi immer dabei habe und die dürften dann auch qualitativ ansprechend sein. Und nein, ich mag mich nicht um Tasten hangeln, bzw mich permanent darüber ärgern Funktionen auszulösen die ich nicht auslösen wollte. Und ja, ich bin ein bisschen Nerd. Ich update mein iPhone am Releasetag des neuen iOS, ebenfalls meine Macs mit OS X und selbst mein Windows Rechner bekam Win8 am DayZero. Ich würde auch auf diesem die neuen Funktionen zeitnah ausprobieren OHNE das Gerät vorher rooten zu müssen.  Von daher wäre ein Samsung Galaxy S4 mini eher keine Wahl für mich. Wenn ich mich jemals länger in der Android Welt bewegen sollte, dann würde ich warscheinlich entweder zu einem absoluten LowPrice Gerät greifen, bei dem mich auch die Defizite nicht stören solange ich eine SMS verschicken und ein Telefonat führen kann, oder aber ich würde eher ein höherpreisiges Modell bevorzugen, mit erstklassiger Verarbeitung, wertiger Haptik und durchdachtem Design wo jedes Teil auch seinen Zweck zufriedenstellend erfüllt und nicht nur aus Alibi Gründen verbaut ist, damit man es in die Featureliste auf der Verpackung schreiben kann. Versteht mich nicht falsch, das Galaxy S4 mini ist, z.B. als Dreingabe für einen Vertrag sicher kein schlechtes Gerät, hat aber eben Defizite, die mich im Alltag wirklich stören und einem zum anderen natürlich besonders dann negativ aufstoßen, wenn man sich zuvor permanent anhören muß, wie unnötig doch der Mehrpreis für z.B. ein iPhone ist. Warscheinlich gewöhnt man sich an alles, aber ein Gerät wird nicht per se besser nur weil man nichts besseres gewöhnt ist. ^^


Im zweiten Artikel gehts dann endlich um Android als solches und meinen Eindrücken des Systems im Vergleich zu iOS, im Zusammenspiel mit OSX und einem durchaus versöhnlicherem Fazit :-)