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Dienstag, 12. November 2013

Lokaler Kontakte-, und Kalendersync ohne iCloud und iTunes!

Was sind die Foren voll von Geschrei weil Apple seit iTunes 11.2 den lokalen Abgleich von Kalendern und Adressen per USB/iTunes entfernt hat. Eine "weitere Gängelung", ja vom "iCloud Zwang" war da quer durch etliche Medien zu lesen. Was offenbar viele übersehen: Apple setzt in MacOS X und iOS zur Synchronisierung von Kontakten und Kalendern auf das quelloffene calDAV bzw cardDAV Format, was rein faktisch genau das Gegenteil von Gängelung und Zwang bedeutet. Richtig gelesen! Man ist nämlich weder auf iTunes noch auf iCloud angewiesen, weil man seinen Kalender und Kontakte mit allem syncen kann, was die beiden Protokolle spricht. Das kann ein beliebige Server sein, ob lokal oder irgendwo im Netz. calDAV/cardDAV lässt sich sogar auf einigen Routermodellen oder NAS installieren, ist dazu in Lösungen wie OwnCloud enthalten oder lässt sich ganz profan auch auf dem eigenen Rechner zum laufen bringen. Eine Möglichkeit sind Drittanbieter Lösungen wie Baikal, die mit wenigen Handgriffen einen card/cal Server installieren und über ein Webinterface konfigurieren lassen - oder aber man greift auch hier zu einer Apple Lösung.


OS X Server als Sync Lösung
Mal im Ernst: Mir will doch keiner erzählen das diese "USB-Kabel-iTunes-Sync" Lösung auch nur irgendwie praktisch und komfortabel ist? Diese Krücke, die bei mir ständig Kontakte durcheinandergeworfen, die falschen gelöscht oder gewollte Änderungen rückgängig gemacht hat. Ich kann verstehen das angesichts der letzten Datenskandale niemand seine Daten freiwillig in einer Cloud mit US Standort speichern möchte - aber hey - das MUSS auch niemand, selbst wenn "Fachmagazine" nicht müde werden Apple dafür zu geißeln. Aber schauen wir uns doch mal an wie einfach das Ganze, ganz ohne iCloud, iTunes und USB Kabel Sync sein kann:

Da Mavericks bekanntermaßen kostenlos im AppStore erhältlich ist, könnte man das "gesparte" Geld ja z.B. in OSX Server investieren, was ich hinsichtlich der lokalen Kalender/Kontakte/Erinnerungen Synchronisation gleich mal getan habe. OS X Server (17,99 im MacAppStore) enthält nämlich ebenfalls einen cardDAV und calDAV Server, der mit wenigen Klicks betriebesbereit ist, wie hier im folgenden anhand eines Kalendersyncs dargestellt wird.


calDAV EINRICHTEN
1.) OS X Server gedownloadet, gestartet und einfach den Schalter bei "Kalender" umgelegt. Damit läuft der calDAV Dienst schonmal.



2.) MacOS Systemeinstellungen => "Internetaccounts"  aufrufen => "Anderen Account hinzufügen" klicken und im folgenden "CalDAV-Account hinzufügen" wählen.



3.) Im nächsten Schritt die Option "Manuell" wählen, Username und passwort eines Administratoraccounts des Rechners eingeben und (in meinem Fall) localhost als Serveradresse, da das Ganze ja hier lokal auf meinem Macbook läuft. "Erstellen" klicken, und ruhigen Gewissens der Meldung nach dem Zertifikat vertrauen ^^
Damit ist die Einrichtung eines Kalenderservers quasi abgeschlossen.




KALENDER EINRICHTEN
4.) Kalender starten, im Menü Ablage "Neuer Kalender" => den eben angelegten lokalen Kalender Account auswählen.



5.) Neuen Kalendereintrag erstellen, und darauf achten (falls mehrere Kalender aktiv) das dieser auch im angelegten lokalen Kalenderaccount erstellt wird.



iOS Sync
6.) in iOS Einstellungen => "Mail, Kontakte, Kalender" wählen und "Account hinzufügen".
7.) "andere" wählen und dort CalDAV Account hinzufügen.
8.) Server wäre in dem Fall die IP meines Macbooks im WLAN, Benutzername/Kennwort die des MacOS Administrators, der in Punkt 3 angegeben wurde. Zu guter Letzt noch auswählen was man syncen will. (Kalender, Erinnerungen)



ERGEBNIS
9.) iOS Kalender aufrufen, Eintrag ist automatisch schon vorhanden. Voila.




Fazit
Am längsten (gut 5 Minuten) hat der Download und die Ersteinrichtung von OSX Server gedauert. Der Rest sind (gewusst wie) nur ein paar Mausklicks und man schlägt am Ende mehrere Fliegen mit einer Klappe:
• kein lästiger USB-Kabel-iTunes-Sync
• kein iCloud Zwang
Die Kalendereinträge werden je nach Einstellung entweder beim Öffnen der Kalender App im heimischen WLAN aktualisiert, oder aber auf Wunsch auch gepusht oder nach im iOS vorgegebenen Intervallen im Hintergrund aktualisiert wenn das heimische WLAN verfügbar ist. Einfach & bequem.  Absolut kein Grund Apple an die Gurgel zu springen und hysterisch den Untergang des Abendlandes herbeizuschreien, oder in bester MTN oder MW Manier die angebliche Alternativlosigkeit zu iCloud zu beklagen.

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Dieses HowTo wurde von kawi 
für einen Thread zum Thema 
im macsofa forum geschrieben.

Donnerstag, 19. September 2013

Das wichtigste in iOS7 - Einstellung "Fetter Text" :-)


Seit gestern abend nun ist iOS 7 final erschienen - und in seiner Build Nummer identisch mit der GM Version der letzten Woche. Wie zu erwarten war der Ansturm enorm und führte vielerorts zu frustrierenden Fehlversuchen beim Update und Download. Mittlerweile hat sich die erste Überlastung etwas gelegt, so dass es mittlerweile möglich ist iOS7 einigermaßen normal zu laden.
Jedem der sich im neuen iOS aufgrund der Lesbarkeit von Texten und UI Elementen nur schwer zurecht findet, sei hiermit die meiner Meinung nach wichtigste Einstellung empfohlen nach der iOS7 IMHO deutlich an Benutzbarkeit gewinnt ^^


Einstellungen - Allgemein - Bedienungshilfen - Fetter Text 


Nach Tätigung dieser Einstellung ist nicht nur die Lesbarkeit einiger Elemente an sich deutlicher, meiner Meinung nach steigt damit auch die Übersichtlichkeit des gesamten Interfaces, weil sich bestimmte Elemente besser voneinander abheben. Ob das nun in den Einstellungen, den Nachrichten oder einfach nur auf den Homescreens ist. Diese Option ist das erste was ich seit den betas aktiviert habe und wird es wohl bis auf weiteres auch bleiben.


     

Dienstag, 23. Juli 2013

iOS 7 - Erstes Fazit nach zwei Wochen Beta Test

Seit nunmehr zwei Wochen tut die Beta (in diesem Fall Beta 3) des kommenden iOS auf meinem iP4 seinen Dienst. Zwei Dinge muss ich vorwegnehmen: 1.) Etliche Apple eigene Icons sind potthässlich und werden auch nach 2 Wochen "Gewöhnungsphase" nicht schöner. 2.) Das OS GUI ist dennoch großartig. Bereits binnen der ersten Stunden habe ich mich trotz aller Vorbehalte ans systemweite neue Interface gewöhnt. Ich muss allerdings auch einräumen, dass ich nach wie vor kein bedingungsloser Verfechter des flachen Designs bin und mir beim Blick aufs iP5 meiner Frau, welches noch mit iOS 6 läuft, ab und zu noch ein wenig wehmütig wird. Ich mag/mochte einfach die vielen kleinen Details die sich in einem eher 3-dimensionalen Interface verstecken lassen. Ich steh auf Schattierungen, Wölbungen, Buttons die schon aufgrund ihrer Optik zum rumspielen verleiten. Ja, - wenn es nicht gerade der Ledereinband eines Kalenders ist - steh ich sogar auf die vielgescholtenen Skeumorphismen. Nicht in allen Bereichen, aber in vielen. Zumindest überall dort wo das Interface dadurch an Greifbarkeit, Raum und darstellender Funktionalität gewinnt. Und dennoch: Das flache Design von iOS 7 überzeugt, es wirkt moderner, konsistenter und durchdachter. Eher wie ein einheitliches Konzept, weniger wie eine lose Aneinanderreihung von Apps und Funktionen. Es ist stimmig und optisch elegant. Ich habe allerdings gleich zu Beginn in den Bedienungshilfen die Option "fette Schriften" aktiviert, um mich gar nicht erst mit etwaiger Unleserlichkeit herumzuärgern.

Im Großen und Ganzen empfinde ich im Alltag den Umstieg als weit weniger spektakulät als befürchtet und übrig bleiben im Grunde nur Verbesserungen. Solange nicht alle App-Entwickler plötzlich ihre Programm Icons auf "flach" anpassen muss man nichtmal beim Anblick seines Homescreens (bis auf die OS eigenen Icons und das komische neue "Dock") sonderlich viel Umgewöhnung hinnehmen. iOS7 gewinnnt aber einiges an praktischer Funktionalität dazu, für die es zuvor entweder noch eines Jailbreaks bedurfte, oder aber bisher noch keine zufriedenstellende Lösung gab. Beim iPhone 4 scheint man im Zusammenhang mit dem neuen System jedoch auf einige Gimmicks verzichten zu müssen, die warscheinlich auch in der finalen Version nicht enthalten sein dürften. Zum Beispiel zeigt sich das Kontrollcenter nicht im halbtransparenten Lutschebonbon Look, sondern bisher in einem recht faden grauen Overlay. Nicht wirklich schön, aber funktionell identisch und im Grunde gewöhnt man sich selbst daran.




Die optischen Defizite - so man sie nach wenigen Tagen überhaupt noch als solche zur Kentniss nimmt - werden von vielen kleinenund praktischen Neuerungen aufgewogen. Und sei es nur anhand des Beispiels des Trafficverbrauchs im mobilen Datennetz. in iOS7 kann man nicht nur einzelne Apps von der mobilen Datennutzung ausnehmen, man erhält auch einen praktischen Überblick, welche Apps und Dienste denn eigentlich wieviel Daten verbrauchen, um so eventuelle Trafficfresser zu entlarven. Hier rangiert bei mir, nach der Foto App mit 30 MB, über die ich allerdings dieser Tage besonders aktiv Bilder in diverse Fotostreams verteilt habe, Facebook ganz weit vorn - und das obwohl ich nun nicht zu den dauer-Facebookern gehöre. Schon gar nicht auf meinen mobilen Devices. In den zwei Wochen Test kamen trotzdem gut 20 MB zusammen, gefolgt von Safari mit knapp 12 MB, dem Sport1.fm Stream zum Zweitligaauftakt und einigen Systemdiensten von insgesamt 15MB, welche allesamt auch nochmal extra samt ihres Datenverbrauchs aufgelistet werden.



Für jeden, der nicht unendlich Datenvolumen zur Verfügung hat ein wirklich praktisches Feature im neuen iOS, welches bisher in der bisherigen Berichterstattung nur wenig Beachtung fand.

Bereits mit Beta 3 läuft mein iP4 im Alltag ziemlich stabil. Bis auf ein paar grafische Fehler in Camera+ konnte ich bisher auch jede meiner installierten Apps schon mit der Beta nutzen. Gelegentlich (so alle 2 Tage) beendet sich mal eine App, lässt sich dann aber im zweiten Versuch meist problemlos verwenden. Das ganze fühlt sich ein bisschen an wie ein gejailbreaktes iPhone, mit ner handvoll Performance Wacklern, die aber in diesem Beta Stadium schon erstaunlich gering sind. Ich habe mich nach 2 Wochen Betatest auch schon ziemlich oft dabei ertappt, Familienmitgliedern und Bekannten auf iOS6 in einigen Situationen erklären zu müssen das sie dies oder jenes (noch) nicht können.

Uns erwartet ein mit Sicherheit sehr durchdachtes und ausgefeiltes neues System, mit vielen kleinen funktionellen Leckerli und ich bin ziemlich sicher, das selbst der Aufschrei nach dem alten Design keine 2 Wochen nach VÖ von iOS 7 überleben wird. Da können die Icons noch so hässlich sein - das System an sich weiß das zu kompensieren. Ich bin darüberhinaus sehr gespannt was sich in den kommenden Betas noch ändern wird. Bisher war das Aussehen von Ordnern z.B. in jeder Beta anders und auch an Schriften und anderen Details gabs Veränderungen. Nach den bisherigen zwei Wochen sehe ich aber ebreitzs jetzt keinen Bedarf mehr mit dem iP4 nochmal zu iOS6 zurückzuswitchen und sehe dem finalen Release im Herbst erwartungsvoll entgegen.