Der aktuelle Titel "Most Wanted" von Electronic Arts/ IGN aus der beliebten Need For Speed Reihe (welche meiner Meinung nach neben Real Racing die mit Abstand besten Rennspiele im AppStore sind) ist derzeit auf der IGN Website "Free Game of the Month"!
Einfach folgende Promoseite aufrufen, einen Code generieren lassen, und diesen im AppStore unter dem Punkt "einlösen" eingeben. Schon kann das Spiel kostenlos (statt derzeit 4,59 €) geladen werden. Der perfekte Zeitvertreib bis zum Erscheinen von Real Racing 3, welches Ende Februar erwartet wird
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=> Need For Speed im AppStore
=> IGN Promoseite
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Samstag, 2. Februar 2013
Dienstag, 22. Januar 2013
WARNUNG: DiRT3 Fake im AppStore!
Eine offensichtlich auf Abzocke ausgerichtete App sorgt derzeit in einigen User Foren für Aufruhr. Die App findet sich unter dem vielversprechenden Titel "Dirt 3" (iPhone) sowie "DiRT 3 HD" (iPad) im AppStore. DiRT ist eine auf der PC-Plattform recht erfolgreiche Rennspielreihe der Firma Codemasters, welche vor allem durch eine beeindruckende Grafik und ein actionreiches Gameplay besticht. [DiRT 3 Vorstellung auf gamestar.de]. Diese Popularität macht sich ein Entwickler namens Vadim Jabarovskii offenbar zu Nutze und bietet eine App unter dem Namen für derzeit 1,79€ an. Die meisten User berichten davon, dass die App gar nicht erst startet bzw. sich gleich wieder beendet. Tatsächlich ist es aber auch so, dass beim Kauf der App ein Spiel namens "TurboRace HD" geladen wird, welches weder etwas mit dem Icon, noch mit den im iTunes Store abgebildeten Screenshots zu tun hat. Wie das Spiel (so es denn überhaupt startet) tatsächlich aussieht, zeigt folgender Screenshot:
Kurioserweise liefert der Link zum iPad Spiel im Appstore unter iTunes und im Browser zwei unterschiedliche Ergebnisse. Im iTunes/AppStore Store wird das Spiel mit folgender Übersichtsseite präsentiert:
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| Anzeige direkt im AppStore |
Der vielversprechenden Titel, die Screenshots und das Icon, welche der original DiRT Reihe entnommen sind, wird durch einige Fake Kommentare abgerundet, die wegen der "geilen Grafik" durchweg 5 Punkte vergeben. Da diese Kommentare gegenseitig als "hilfreich" bewertet wurden, erscheinen sie auch in der Standard Anzeige zuerst. Erst dahinter befinden sich die Beschwerden über das falsche oder nicht funktionierende Spiel. Ruft man die iTunes URL direkt im Browser auf, ohne das man zu iTunes weitergeleitet wird, zeigt sich erstaunlicherweise folgendes Bild:
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| Anzeige des AppStore Links im Browser |
Die Webanzeige verrät nicht nur den Original Spieletitel, sondern enthält auch einen Original Screenshot. Offensichtlich wurde die App wohl als "TurboRace" mit dem entsprechenden original Screenshot in den AppStore gestellt und im Nachhinein für die Anzeige direkt in iTunes so manipiuliert, dass nicht nur falsche Screenshots, sondern auch ein falschen App Titel anzeigt werden! Was wohl Codemasters und vor allem Apple dazu sagt?
Geld zurück!
Allen die auf die Fakebilder und Titel hereingefallen sind sollte an dieser Stelle DRINGENST empfohlen sein ihr Geld zurückzuverlangen und eben NICHT auf ein Update o.ä. zu hoffen. Die App ist Betrug. Punkt. Ruft in euren Accounteinstellungen die übersicht eurer zuletzt getätigen Käufe auf. In der Liste neben dem Spieletitel befindet sich ein Link "Problem melden". Dort solltet ihr unbedingt angeben, das es sich bei der App nicht um das beworbene DiRT 3 handelt sondern ein Betrug vorliegt. Apple wird euch den Betrag relativ schnell zurücküberweisen, bzw eurem Guthaben Konto wieder gutschreiben.
Freitag, 18. Januar 2013
Walking Dead: The Game - kostenlos!
Spielefans aufgepasst! Heute gibt mit Episode 1 eins von Walking Dead mal ein wirklich hochklassiges Spiel kostenlos im AppStore!, welches sonst für 4,59 zu haben ist. Walking dead verfügt entgegen vieler eingleisigen Games über eine ausgefeilte Storyline, welche man durch seine Handlungen entscheidend mitbestimmen kann. Das Game (am besten mit Kopfhörern zocken!) schafft es eine wirklich spannende und packende Atmosphäre aufzubauen und ist in der Tat großes Kino in Sachen Charakterbildung und der Storyentwicklung. Leider offenbar nur in englisch, auch auf deutsche Untertitel muss man wohl verzichten, die an einigen Stellen doch recht praktisch wären. Ansonsten aber ein absolutes Muß (immerhin 4 Sterne im Store!). Kostenlos? Zuschlagen! [AppStoreLink]
Dienstag, 8. Januar 2013
Die besten / nützlichsten iPhone Apps 2012

Nach dem Jahreswechsel tauchen sie überall auf - die Toplisten an iPhone Apps. Dummerweise handelt es sich meistens um die immergleichen Top10 mit den Apps, die im Grunde sowieso schon jeder hat, oder haben sollte. Von daher haben Apps wie IMDB, Facebook, Whatsapp, Zattoo, GoogleTranslate, DragonDictation, Dropbox, Skype, GoogleEarth, Barcoo, ebay, amazon und wie sie alle heißen zwar ihre Berechtigung diese Listen zu füllen, Empfehlung jenseits dieser Standardausstattung findet man allerdings immer seltener. Deshalb widmen wir uns an dieser Stelle mal den Apps, die sich oftmals mit den Plätzen dahinter begnügen müssen - aber alles in allem nicht minder unverzichtbar, zumindest aber extrem empfehlenswert sind :-)
Abfahrtsmonitor
Unglaublich praktisch für jeden der in deutschen Großstädten den ÖPNV nutzt. Abfahrtsmonitor bestimmt den Standort und zeigt umgehend die in der Nähe befindlichen Haltestellen an. Ohne sich erst mit dem Fahrplan beschäftigen zu müssen, bekommt man dann mit einem Tap auf die gewünschte Haltestelle sofort die nächstfolgenden Abfahrtszeiten nebst Linieninfos angezeigt. Man sieht somit quasi auf den ersten Blick wie lange man bis zur nächsten Bahn oder Bus warten muß. In Berlin klappt das bestens mit S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus, in anderen Städten soll das Berichten zu Folge ähnlich gut funktionieren, da die App Schnittstellen zu verschiedenen Anbietern abfragt und auswertet. Nie mehr Fahrpläne studieren. Nächste Bahn kommt in 3 Minuten. Alles klar. Unverzichtbar! [AppStoreLink]
TadaaFür alle Instagramm Verweigerer, die nicht verstehen warum man Foto und Bildeffekte nur auf einem Onlineserver ausführen können soll, wo doch das Gerät selbst genug Leistung hat um das zu bewerkstelligen - und warum man sich für diesen Zweck erst irgendwo registrieren muß, statt mit einer App lokal zu arbeiten ist Tadaa die Lösung. Das Programm stammt aus einer deutschen Softwareschmiede, arbeitet ohne Login/Registierung einfach offline und stellt wunderbare Fotofilter zur Verfügung und ist in seiner Funktionalität und Vielfalt Instagramm bisweilen deutlich überlegen. Teilen kann man dann, wenn man es denn will seine Bilder immer noch. Auf twitter, facebook oder optional der tadaa Community. Hervorragende Bildbearbeitungssoftware. [AppStoreLink]
NavigonJa, es gibt unzählige andere Navigationssysteme. Ja es gibt preiswertere Navigationssysteme. Ja auch mit anderen, sogar kostenlosen Lösungen kommt man ans Ziel. Und trotzdem, nachdem ich auf dem eigenen Gerät und bei Bekannten, sowie in der Firma bereits einige Navis in Betrieb hatte, von TomTom, iGo, V-Navi, Skobbler, Sygic und Bosch. Am Ende ertappe ich mich immer dabei, mich bei Navigon am besten aufgehoben zu fühlen. Das geht bei der Routenberechnung los, über das Interface, den Funktionsumfang und die Bedienung. Navigon gehört - wenn nicht gerade wieder mal eine der regelmäßigen Sonderpreisaktionen läuft - zu den teuersten Navis im Store und ist dennoch jeden Cend wert. Ankommen ist das eine. Sich dabei wohlfühlen ist das andere. Oberklasse Navi! [AppStoreLink EU10] [AppstoreLink Europe 44]
PhotosynthDas hier ist ohne jeden Zweifel DIE Panorama Software schlechthin - zumindest für jeden, dem mangels iPhone 4S und 5 die iOS6 eigene Kamerafunktion nicht zur Verfügung steht. Unmengen an Phone 4 oder 3GS User brauchen der ihnen vorenthaltenen iOS Funktion in keinster Weise nachzutrauern, denn Photosynth erledigt diese Funktion einfach großartig. Extrem Einfach in der Bedienung, extrem schnell in der Fertigstellung. Ich bin hin und weg. Das Programm ist zudem kostenlos und stammt - festhalten - aus dem Hause Microsoft und ist der Beweis schlechthin, das es dort irgendwo im Keller ein paar Jungs gibt die richtig großartige Software schreiben können. Unbedingter Tipp! [AppStoreLink]
SoundhoundMac vs. Windows. iOS vs. Android. TomTom vs. Navigon. Stones vs. Beatles. Es gab sie immer und wird sie immer geben - die großen Vergleiche und Schlachten :-). Im Falle von Musikerkennungsapps heisst der Kampf offenbar Shazam vs. Soundhound. Meine Empfehlung ist eindeutig: Soundhound! Zwischendrin zum Medienplayer aufgeblasen, hat man nach Uservetos auch wieder die Möglichkeit NUR die reine "Zuhören" Option als Startschirm zu haben und die App damit zu nutzen. Soundhound gibts in einer Free und einer Unlimited Version. In beiden kann man (anders als bei Shazam) unbegrenzt nach Titeln suchen. Soundhound sucht zudem als quasi einzige App auch Songs die man singt oder summt (!) statt nur Radioklängen zu lauschen. Klasse auch auf Partys, wenn einer einen Song bestimmt, den jemand anderes singen oder summen muss - und zwar so, das Soundhound den Titel in weniger als 3 Versuchen erkennt :-). Die Werbefreie Unlimited Version mit einigen ExtraFeatures gibts von Zeit zu Zeit auch mal als kostenloses Angebot. Was erzähl ich - vergesst einfach Shazam. Soundhound rockt! [AppsStoreLink Free] [AppStoreLink Unlimited]
TV MovieIm Grunde nichts besonderes. Ein Fernsehprogramm eben. Allerdings zwischen den unzähligen hässlichen oder nahezu identisch aussehenden eins, welches übersichtlich funktioniert, nach Sendungen suchen lässt, an Sendungen erinnert, wahlweise nach Genres, Sendern und Uhrzeit sortiert und vor allem: optisch wirklich ansprechend daherkommt, eine angenehme Benutzerführung hat und einfach schick ist. Tolles Fernsehprogramm mit 7 Tage Offline Speicher. Punkt. [AppStoreLink]
TeamSpeak (TS3)Das unter Gamern wohl am meisten verbreitetste MultiUserVoiceChat Programm in seiner iOS Ausführung. Macht was es soll und ist für die Klientel die auf TeamSpeak setzt auch auf iDevices einfach unersetzlich. Brauch sicher nicht jeder, aber wer es braucht, wird diesen Client lieben. Beschissen ist einzig und allein die Preispolitik von Teamspeak, denn während die Desktop Clients und auch die Android Version für TS3 kostenlos sind, werden iOS Usern zwischen 2 und 5 Euro abgeknöpft! Im Grunde unverschämt, da nicht nachvollziehbar gerecht. Gelegenlich gibts zum Glück auch mal Angebotsaktionen, zuletzt war der Client im Dezember 2012 gar 2 Wochen kostenlos. Von der Umsetzung her dennoch mehr als gelungen und von daher für TeamSpeak User (auch mangels Alternativen an TS3 Clients) einfach ein Muss. [AppStoreLink]
WunderlistIch hab sie nahezu alle probiert. Die Einkaufslisten, die Notizenapps, die Erinnerungen, die ToDo Listen. Keine ist wie Wunderlist. Optisch anspruchsvoll, einfach zu bedienen und vor allem Plattformübergreifend selbst ohne Installation vie Browser am Desktoprechner zu bedienen. Einträge hinzufügen, verändern, löschen ... und das jederzeit sync auf allen Devices. Die beste Aufgabenliste wo gibt! (und kostenlos dazu) [AppStoreLink]
Justin.tvWer justin.tv vom desktop kennt wird auch die iOS App nicht missen wollen. Nicht nur, dass man die unzähligen Channel nach dem Wunschprogramm seiner Wahl durchbrowsen und natürlich ansehen kann - mit dieser App wird das iPhone im Handumdrehen selbst zum Sendestudio. Einen Account bei justin.tv vorrausgesetzt kann man mit einem Klick mit dem iPhone in seinem eigenen Channel Live streamen, den Stream veröffentlichen oder zum späteren anschauen speichern. Der Preis der App varriert von Zeit zu Zeit und war in der Vergangenheit auch öfter schon auf "kostenlos". [AppStoreLink]
Radiohören am iPhone kann einfacher kaum sein. Niemand braucht wirklich die unzähligen Apps der einzelnen Sender, die alle auch nichts anderes machen als den Sendestream bereitzustellen. Radio.de hat sie alle! Nicht nur Deutschland, sondern quasi welt,- bzw. mindestens Europaweit. Über 7000 Sendern kann man hier lauschen. Von öffentlich rechtlichen Station bis hin zu nahezu jedem Privatsender (mir ist noch keiner untergekommen den es im radio.de Angebot nicht gibt.) Die App unterstützt den Login und die Favoriten die man auch auf der website anlegen kann und kann optional auch als Radiowecker genutzt werden :-) Den Sender aus dem Urlaub auch zu Hause hören? Oder die heimischen Radiosender in der Ferne? Radio.de ist einfach die beste Radioapp. [AppStoreLink]
Road Bike ProIdeal für jeden der mit dem Rad unterwegs ist. Strecke aufzeichnen, Zeit und Kilometer stoppen, archivieren, nachverfolgen, Kalorienverbrauch berechnen. Höchstgeschwindigkeit speichern. Tages, Wochen und Monatsstatistiken auswerten. Livetracking und nebenbei noch Kartenapp zur Orientierung. Roadbike ist ein wirklich umfangreicher Fahrrad Computer. Kostet ein bisschen was (nach Aktionspreisen Aussschau halten!) - aber lohnt sich für passionierte Biker. Wer die Ausgabe scheut kann sich ja erstmal die Gratis Variante anschauen. Diese enthält allerdings Werbung und es sind nicht alle Funktionen verfügbar. [AppStoreLink Pro] [AppStoreLink Free]
StarWalk
Gehört seit Anfang an zu den absoluten Must-haves auf iOS. Faszinierender kann man Astronomie kaum erleben. Starwalk war eine der ersten Bezahl Apps die ich erworben habe - und ich habe noch nie auch nur einen einzigen Cent bereut. Die App ist so faszinierend, da lohnt sich der Kaufpreis selbst dann, wenn man sie nur einmal im Jahr benutzt. Fesselnder kann man Live den Nachthimmel kaum verfolgen. Gehört auf jedes iPhone. Ob man sich dafür interessiert oder nicht :-) [AppStoreLink]
Update: Mittlerweiler gibt es mit StarWalk2 eine neue erweiterte interessante Version
VLC Remote
Die wohl zweifellos beste Fernbedienung für VLC die man im AppStore bekommen kann. Gibt es auch in einer kostenlosen Variante, für den Umfang dieser kann man allerdings auch auf andere Apps zurückgreifen. Hier lohnt sich in der Tat nur die kostenpflichtige Variante oder man lässt es ganz bleiben :-). Mit VLC Remote lässt sich auch die Festplattenhirachie des Abspielrechners sowie sämtliche angeschlossene Laufwerke duchbrowsen, der Equalizer benutzen, Wiedergabelisten anlegen und eben alle notwendigen Eigenschaften steuern. Optisch im Vergleich zu vielen anderen Apps einfach ein Genuß und alleine was das Interface angeht schon den Preis wert. [AppStoreLink]
Alle Apps im AppStore Link Widget
(Achtung: AdBlock verhindert u.U. das Anzeigen des Widgets an dieser Stelle. Wer hier nichts sieht, sollte das mal deaktivieren ^^)
Donnerstag, 3. Januar 2013
Pearl vs. V-Navi - Gratis Offline Navigation für iPhone / iOS!
Das Jahr 2013 ist gerademal ein paar Tage alt, da möchten wir uns einer der Königsdisziplinen der iOS Apps widmen - nämlich der Navigation. Während Apple Maps und Google Maps als Gratisapps mittlerweile über eine Turn-by-Turn Navigation verfügen und die Platzhirsche Navigon und TomTom ihre eigene qualitative Klasse, auch was die Preisgestaltung angeht, in Sachen Offline Navigation begründen, gilt es in dieser Gegenüberstellung hier um die Kombination aus beidem. Es gibt schier unzählige Navi-Apps, aber wenn es darum geht Gratis UND Offline nutzbar zu sein wird das Feld schnell übersichtlich. Im Grunde bleiben nur 3 Kandidaten übrig: Navfree, Pearl Navigator und V-Navi. Dummerweise ist aufgrund eines Bugs seit dem Update vom 21.12. 2012 Navfree zum Zeitpunkt dieses Artikels auf einem iPhone 4 nicht problemlos zu benutzen, weswegen es in dieser Gegenüberstellung fehlt. Skobbler/GPS Navigation 2 fehlt in diesem Vergleich, da es nunmal nicht Gratis ist, auch wenn es nur einen einstelligen Eurobetrag kostet und Erfahrungen zufolge zudem auch nicht immer lückenlos 100% Offline funktioniert.
Es bleiben also genau zwei Kandidaten: Pearl FreeNavigaton und V-Navi.
Bei der Pearl Lösung handelt es sich um eine mit Werbung versehene und gebrandete Variante von iGO Primo, welches seit Jahren neben Garmin, TomTom und Navigon auch auf dem Markt der Stand Alone Navis vertreten ist. Die Werbung beschränkt sich auf das während der Navigation sichtbare Pearl Logo, sowie auf das Einblenden einer Werbeanzeige des Elektronik Händlers während der Routenberechnung. Darüberhinaus ist mir keine störende Werbung aufgefallen. Die V-Navi Lösung ist kostenlos nutzbar, sofern und solange man die Telefonbuch App, oder die Gelbe Seiten App auf seinem Device installiert hat.
Beide Apps kommen mit einer Standard Installation von nur ein paar MB, die Karten werden beim ersten Start der App nachgeladen und offenbaren bereits hier schon erste Unterschiede:
Karten
Pearl: beeinhaltet in der Gratis Version lediglich Deutschland Kartenmaterial. Die App belegt in ihrer kompletten Erstinstallation somit lediglich 292 MB auf dem Gerät. Als Kartenlieferant wird auf Navteq gesetzt und das Material ist seit einem Update im Herbst auch recht aktuell und datiert auf einen Zeitraum der ersten Jahreshälfte 2012. Umfangreichere Karten lassen sich per InApp Kauf nachrüsten. West-Europa gibts komplett für 19,99, darüberhinaus gibts diverse Einzelländer (5,49) und Kombinationen von 3 Ländern für 10,99. Außerdem per in-App Kauf lassen sich 3D-Landmarks Nachrüsten, sowie eine Tagesaktuelle Datenbank für stationäre und mobile Blitzer in Europa. Werbefrei schalten kann man die App ebenfalls, für 4,49. Eine Datenbank für stationäre Blitzer in Deutschland lässt sich kostenlos nachladen. Grundsätzlich ist die kostenlose Nutzung schon die Sinnvollste, denn beim zukaufen der Werbefreiheit und meinetwegen noch D-A-CH Karten ist man schnell beim Preis anderer Navi-Apps, (z.B. der zugrunde liegenden iGO primo für 19,99)
V-Navi: setzt ebenfalls auf Material von Navteq, installiert in der kostenlosen Variante allerdings bereits Kartenmaterial für D-A-CH und schlägt somit mit 757 MB Speicherplatz zu Buche. Per In-App Kauf kann man noch komplett West-Europa erwerben, was mit 44 Euro aber ebenfalls schon in die Kategorie anderer Mittelklasse Navis schlägt. Die ebenfalls per InApp Kauf verfügbare D-A-CH Navigation benötigt man NUR wenn man keine Telefonbuch oder Gelbe Seiten App auf dem Device hat. Wie bei der Pearl Lösung sehe ich hier den Vorteil ebenfalls in der rein kostenlosen Nutzung. Wer Geld ausgeben möchte, sollte sich auf jedenfall vorab ausführlicher mit den dann zur Verfügung stehenden anderen Varianten beschäftigen.
Funktionsumfang
Pearl: Obwohl in der Gratisversion nur mit Deutschlandkarte ausgestattet profitiert die Pearl App hier deutlich von ihrer starken Basis des iGO Primo. Es lassen sich z.B.unterschiedliche Fahrzeugprofile erstellen, mit unterschiedlichen Angaben von z.B. Benzinverbrauch, Kraftstoffpreis und Höchstgeschwindigkeit, welche bei der Routenberechnung berücksichtigt und in einem Infobereich berechnet zur Verfügung stehen. Die Karteneinstellungen sind ebenfalls umfangreicher. Es lassen sich zwischen mehreren Tag/Nacht Stilen wählen und auch der Kartenmodus lässt umfangreiche Neigungen und Betrachtungswinkel zu. Routen lassen sich aufzeichnen und abspeichern, es stehen mehrere Stimmen und Sprachen für die Sprachausgabe zur Verfügung, die sichtbaren Datenfelder (Distanz, ETA, Verbleibende zeit, Tempo, Tempolimit) sowie das Schnellzugriffsmenü (Platz für 8 Optionen) lassen sich weitestgehend flexibel belegen. Es lassen sich diverse optische und akkustische Warnungen konfigurieren, Verkehrsschilder, Kreuzungsübersichten, Tunnelansicht und Autobahndienste optional ein oder ausblenden und bei der Routenprogrammierung lässt sich optional eine grüne/ökonomische Route immer mit Angabe von Benzin und CO2 Ersparnis mitberechnen, anzeigen und auswählen. Während der Navigation lassen sich bestimmte Streckenabschnitte sperren bzw vermeiden, sowie eine ausführliche Reiseroute anzeigen lassen, die bei einem Tap auf einen Streckenabschnitt diesen auf der Karte einblendet. Alles in allem fühlt man sich hier angesichts einer kostenlosen Variante mit extrem vielen Funktionen bestückt.
V-Navi: erscheint in der Funktionsvielfalt um einiges spartanischer. Sichtbar sind nur 2 Menüs, wobei sich bei einem die Adresssuche befindet, welche neben Favoriten, Zuhause, Firma, letzte Ziele, der direkteingabe auch Zugriff aufs Adressbuch ermöglicht. Außerdem eine rudimentäre Option zur Ansicht, einer übersichtlichen Liste an Navigations/Profileinstellungen, sowie einer optionalen Auswahl zur Anzeige etlicher POIs, wie bahnhöfe, Theater, Schulen, Touristischen Zielen, Tankstellen, Parkplätzen etc … Das wars dann aber auch schon. Ansichten und Einstellungen sind damit aufs nötigste begrenzt. Die Routenübersicht bietet nur eine grobe Streckenkarte. Eine Streckenabschnittsübersicht findet sich nicht. Zumindest lassen sich in 500 Meter Schritten bevorstehende Strecken als gesperrt definieren, was die Berechnung einer Alternativroute zur Folge hat. Mit der Funktions und Konfigurationsvielfalt der Pearl Lösung kann V-Navi kaum mithalten, allerdings ist die POI Auswahl deutlich umfangreicher und die Schlichtheit des Interfaces hat warscheinlich auch wegen der fehlenden Möglichkeiten durchaus ihren Charme.
Interface
Ich kann mich nicht entscheiden welches mir besser gefällt. Das Pearl erinnert an eine Navigon Hommage, während das V-Navi eher TomTom-like daherkommt. Übersichtlich und bedienungsfreundlich empfinde ich beide. In beiden habe ich Funktionen schnell und zielsicher gefunden. In den Menüs spricht mich die grafische Umsetzung der Pearl App mehr an, während mich im Navigationsmodus die schlichte Übersicht nebst Schrift und Lesbarkeit beim V-Navi mehr begeistert.
Praxis
Hier offenbaren sich schon bei 1-2 kurzen Teststrecken einige bisweilen große Unterschiede. Beim V-Navi stört mich das Nicht-Vorhandensein der im Vorfeld nachlesbaren einzelnen Streckenabschnitte. Während der Fahrt brauch man das eigentlich nicht, aber man mag schon bei Fahrtantritt dann und wann mal kontrollieren über welche Autobahnen und Straßen einen das Navi zu schicken gedenkt. Die Möglichkeit bietet zwar das Pearl - ABER hier sind die Streckenabschnitte in der Übersicht bisweilen verwirrend benannt - selbst wenn sie straight die A2 langführen tragen sie Bezeichnungen, man denen man grübelt ob man noch im gleichen Land ist. Aber zumindest kann man sich mit einem Tap auf den Abschnitt und auf dem sich dann öffnenden Kartenabschnitt überzeugen das man auf dem richtigen Weg ist. Hier würde ich dem Pearl einen leichten Vorteil zusprechen. Einen weiteren Vorteil erarbeitet sich das Pearl durch die Handhabung am Zielort. Während V-Navi die Navigation beendet, sobald man den Zielort erreicht - und zwar auch dann wenn man vorbeifährt oder evtl kurz vorher abbiegt, fragt das Pearl höflich nach ob man denn das Ziel erreicht habe. Beantwortet man diese Frage nicht, oder mit Nein, dann navigiert es weiter. Beim V-Navi muss man die Navigation neu starten. Etwas ärgerlich, wenn man bedenkt wie schnell man in fremden Orten mal am Ziel vorbeifährt. Sei es aufgrund der Verkehrslage, oder anderer unvorhergesehener Hindernisse und man ein paar hundert Meter weiter nochmal wenden muß.
Bei der gefühlten Streckenplanung allerdings holt das V-Navi etwas auf. Die gewählten Strecken entsprechen eher der selbst gewählten Route, oder einer die man von anderen Navilösungen wie z.B. Navigon bereits kennt, während ich der Pearl Route vom Bauchgefühl her immer irgendwie misstraue. Leider bewahrheitet sich das Bauchgefühl in einem - für mich - Riesengroßem Manko: Wenn das Ziel rechterhand liegt, dann zeigt das Pearl auch rigoros an, man möge doch bitte rechts abbiegen. Ganz egal ob das eine Anliegerstraße, eine Einbahnstraße oder eine Straße mit sonstigem Durchfahrverbot handelt. Wie schnell ist man dann entweder falsch eingebogen … oder befindet sich auf einem Riesen-Umweg um das Ziel herum weil man in fremden Orten spontan selbst entscheiden muß welchen Alternativweg man nimmt. Das V-Navi hingegen hielt sich in den bisherigen Tests an bestehende Durchfahrtsverbote und lenkte von vornherein eine Querstraße weiter zum Ziel.
Das Bauchgefühl und die Ignoranz von Durchfahrtsverboten lassen mich im Zweifelsfall dann doch mit einem ruhigeren Gefühl zum V-Navi greifen, auch wenn letztendlich beide Systeme zum Ziel führen. Am Ende sind es nur 1-2 Funktionen/ Optionen die mir bei jedem von beiden fehlen. Als Gratislösung sicher zu verschmerzen, wenn man nicht gerade von einem "Full-Service-Navi" von TomTom oder Garmin/Navigon verwöhnt ist. Angesichts des humanen Speicherbedarfs kann man velleicht beiden mal eine Chance auf seinem Device geben. Grundsätzlich könnte schon ein folgendes Update einem von beiden zu einem Riesen Sprung verhelfen. Die Zeiten wo Gratis-Navis nur unzureichend einsetzbar waren scheinen jedenfalls vorbei, beide kratzen stark an der Leistung von bisweilen deutlich höherpreisigen Alternativen und sind demnach auf jeden Fall einen Blick wert!
V-Navi: 
Pearl Navigation:
Es bleiben also genau zwei Kandidaten: Pearl FreeNavigaton und V-Navi.
Bei der Pearl Lösung handelt es sich um eine mit Werbung versehene und gebrandete Variante von iGO Primo, welches seit Jahren neben Garmin, TomTom und Navigon auch auf dem Markt der Stand Alone Navis vertreten ist. Die Werbung beschränkt sich auf das während der Navigation sichtbare Pearl Logo, sowie auf das Einblenden einer Werbeanzeige des Elektronik Händlers während der Routenberechnung. Darüberhinaus ist mir keine störende Werbung aufgefallen. Die V-Navi Lösung ist kostenlos nutzbar, sofern und solange man die Telefonbuch App, oder die Gelbe Seiten App auf seinem Device installiert hat.
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| Startmenü, Links V-Navi, Rechts Pearl |
Beide Apps kommen mit einer Standard Installation von nur ein paar MB, die Karten werden beim ersten Start der App nachgeladen und offenbaren bereits hier schon erste Unterschiede:
Karten
Pearl: beeinhaltet in der Gratis Version lediglich Deutschland Kartenmaterial. Die App belegt in ihrer kompletten Erstinstallation somit lediglich 292 MB auf dem Gerät. Als Kartenlieferant wird auf Navteq gesetzt und das Material ist seit einem Update im Herbst auch recht aktuell und datiert auf einen Zeitraum der ersten Jahreshälfte 2012. Umfangreichere Karten lassen sich per InApp Kauf nachrüsten. West-Europa gibts komplett für 19,99, darüberhinaus gibts diverse Einzelländer (5,49) und Kombinationen von 3 Ländern für 10,99. Außerdem per in-App Kauf lassen sich 3D-Landmarks Nachrüsten, sowie eine Tagesaktuelle Datenbank für stationäre und mobile Blitzer in Europa. Werbefrei schalten kann man die App ebenfalls, für 4,49. Eine Datenbank für stationäre Blitzer in Deutschland lässt sich kostenlos nachladen. Grundsätzlich ist die kostenlose Nutzung schon die Sinnvollste, denn beim zukaufen der Werbefreiheit und meinetwegen noch D-A-CH Karten ist man schnell beim Preis anderer Navi-Apps, (z.B. der zugrunde liegenden iGO primo für 19,99)
V-Navi: setzt ebenfalls auf Material von Navteq, installiert in der kostenlosen Variante allerdings bereits Kartenmaterial für D-A-CH und schlägt somit mit 757 MB Speicherplatz zu Buche. Per In-App Kauf kann man noch komplett West-Europa erwerben, was mit 44 Euro aber ebenfalls schon in die Kategorie anderer Mittelklasse Navis schlägt. Die ebenfalls per InApp Kauf verfügbare D-A-CH Navigation benötigt man NUR wenn man keine Telefonbuch oder Gelbe Seiten App auf dem Device hat. Wie bei der Pearl Lösung sehe ich hier den Vorteil ebenfalls in der rein kostenlosen Nutzung. Wer Geld ausgeben möchte, sollte sich auf jedenfall vorab ausführlicher mit den dann zur Verfügung stehenden anderen Varianten beschäftigen.
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| Routenübersicht |
Funktionsumfang
Pearl: Obwohl in der Gratisversion nur mit Deutschlandkarte ausgestattet profitiert die Pearl App hier deutlich von ihrer starken Basis des iGO Primo. Es lassen sich z.B.unterschiedliche Fahrzeugprofile erstellen, mit unterschiedlichen Angaben von z.B. Benzinverbrauch, Kraftstoffpreis und Höchstgeschwindigkeit, welche bei der Routenberechnung berücksichtigt und in einem Infobereich berechnet zur Verfügung stehen. Die Karteneinstellungen sind ebenfalls umfangreicher. Es lassen sich zwischen mehreren Tag/Nacht Stilen wählen und auch der Kartenmodus lässt umfangreiche Neigungen und Betrachtungswinkel zu. Routen lassen sich aufzeichnen und abspeichern, es stehen mehrere Stimmen und Sprachen für die Sprachausgabe zur Verfügung, die sichtbaren Datenfelder (Distanz, ETA, Verbleibende zeit, Tempo, Tempolimit) sowie das Schnellzugriffsmenü (Platz für 8 Optionen) lassen sich weitestgehend flexibel belegen. Es lassen sich diverse optische und akkustische Warnungen konfigurieren, Verkehrsschilder, Kreuzungsübersichten, Tunnelansicht und Autobahndienste optional ein oder ausblenden und bei der Routenprogrammierung lässt sich optional eine grüne/ökonomische Route immer mit Angabe von Benzin und CO2 Ersparnis mitberechnen, anzeigen und auswählen. Während der Navigation lassen sich bestimmte Streckenabschnitte sperren bzw vermeiden, sowie eine ausführliche Reiseroute anzeigen lassen, die bei einem Tap auf einen Streckenabschnitt diesen auf der Karte einblendet. Alles in allem fühlt man sich hier angesichts einer kostenlosen Variante mit extrem vielen Funktionen bestückt.
V-Navi: erscheint in der Funktionsvielfalt um einiges spartanischer. Sichtbar sind nur 2 Menüs, wobei sich bei einem die Adresssuche befindet, welche neben Favoriten, Zuhause, Firma, letzte Ziele, der direkteingabe auch Zugriff aufs Adressbuch ermöglicht. Außerdem eine rudimentäre Option zur Ansicht, einer übersichtlichen Liste an Navigations/Profileinstellungen, sowie einer optionalen Auswahl zur Anzeige etlicher POIs, wie bahnhöfe, Theater, Schulen, Touristischen Zielen, Tankstellen, Parkplätzen etc … Das wars dann aber auch schon. Ansichten und Einstellungen sind damit aufs nötigste begrenzt. Die Routenübersicht bietet nur eine grobe Streckenkarte. Eine Streckenabschnittsübersicht findet sich nicht. Zumindest lassen sich in 500 Meter Schritten bevorstehende Strecken als gesperrt definieren, was die Berechnung einer Alternativroute zur Folge hat. Mit der Funktions und Konfigurationsvielfalt der Pearl Lösung kann V-Navi kaum mithalten, allerdings ist die POI Auswahl deutlich umfangreicher und die Schlichtheit des Interfaces hat warscheinlich auch wegen der fehlenden Möglichkeiten durchaus ihren Charme.
Interface
Ich kann mich nicht entscheiden welches mir besser gefällt. Das Pearl erinnert an eine Navigon Hommage, während das V-Navi eher TomTom-like daherkommt. Übersichtlich und bedienungsfreundlich empfinde ich beide. In beiden habe ich Funktionen schnell und zielsicher gefunden. In den Menüs spricht mich die grafische Umsetzung der Pearl App mehr an, während mich im Navigationsmodus die schlichte Übersicht nebst Schrift und Lesbarkeit beim V-Navi mehr begeistert.
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| Navigationsansicht |
Praxis
Hier offenbaren sich schon bei 1-2 kurzen Teststrecken einige bisweilen große Unterschiede. Beim V-Navi stört mich das Nicht-Vorhandensein der im Vorfeld nachlesbaren einzelnen Streckenabschnitte. Während der Fahrt brauch man das eigentlich nicht, aber man mag schon bei Fahrtantritt dann und wann mal kontrollieren über welche Autobahnen und Straßen einen das Navi zu schicken gedenkt. Die Möglichkeit bietet zwar das Pearl - ABER hier sind die Streckenabschnitte in der Übersicht bisweilen verwirrend benannt - selbst wenn sie straight die A2 langführen tragen sie Bezeichnungen, man denen man grübelt ob man noch im gleichen Land ist. Aber zumindest kann man sich mit einem Tap auf den Abschnitt und auf dem sich dann öffnenden Kartenabschnitt überzeugen das man auf dem richtigen Weg ist. Hier würde ich dem Pearl einen leichten Vorteil zusprechen. Einen weiteren Vorteil erarbeitet sich das Pearl durch die Handhabung am Zielort. Während V-Navi die Navigation beendet, sobald man den Zielort erreicht - und zwar auch dann wenn man vorbeifährt oder evtl kurz vorher abbiegt, fragt das Pearl höflich nach ob man denn das Ziel erreicht habe. Beantwortet man diese Frage nicht, oder mit Nein, dann navigiert es weiter. Beim V-Navi muss man die Navigation neu starten. Etwas ärgerlich, wenn man bedenkt wie schnell man in fremden Orten mal am Ziel vorbeifährt. Sei es aufgrund der Verkehrslage, oder anderer unvorhergesehener Hindernisse und man ein paar hundert Meter weiter nochmal wenden muß.
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| Ansicht Streckenabschnitt (Links V-Navi, Rechts Pearl) |
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| Routenprofil Einstellungen (Links V-Navi, Rechts Pearl) |
Das Bauchgefühl und die Ignoranz von Durchfahrtsverboten lassen mich im Zweifelsfall dann doch mit einem ruhigeren Gefühl zum V-Navi greifen, auch wenn letztendlich beide Systeme zum Ziel führen. Am Ende sind es nur 1-2 Funktionen/ Optionen die mir bei jedem von beiden fehlen. Als Gratislösung sicher zu verschmerzen, wenn man nicht gerade von einem "Full-Service-Navi" von TomTom oder Garmin/Navigon verwöhnt ist. Angesichts des humanen Speicherbedarfs kann man velleicht beiden mal eine Chance auf seinem Device geben. Grundsätzlich könnte schon ein folgendes Update einem von beiden zu einem Riesen Sprung verhelfen. Die Zeiten wo Gratis-Navis nur unzureichend einsetzbar waren scheinen jedenfalls vorbei, beide kratzen stark an der Leistung von bisweilen deutlich höherpreisigen Alternativen und sind demnach auf jeden Fall einen Blick wert!

Pearl Navigation:
Donnerstag, 17. Februar 2011
Streitpunkt In-App-Purchase: Warum Apple nicht anders kann ...
Seit Tagen, gar Wochen geistert das Thema durch die IT Seiten, Blogs, Foren und Comments. Es geht um Apples Richtlinien zum Thema in-app-purchase, bzw der damit verbundenen Beteiligung für in-App angebotene Artikel. Die einen sehen nicht ein, wofür Apple konstant 30% Verkaufsbeteiligung einbehalten will. Andere sehen darin kein Problem, da auch der Anbieter einen entsprechenden Service nutzt, den Apple bereitstellt, ja in diesem Maße überhaupt erst geschaffen hat. Manch einem gehts nur ums Prinzip, anderen nur um die Abo Modelle, ganz anderen wiederum nur um die prozentuale Höhe. Alle haben ein unwohles Gefühl weil schließlich vom "Zwang" die Rede ist.
Halten wir an dieser Stelle doch mal einen Umstand fest, der in vielen Berichten (und den hitzigen Diskussionen im Anschluß) zu kurz kommt. Es geht nämlich, wie einige denken, in keinem Fall darum, dass Apple die Anbieter zwingen will *ausschließlich* die In-App-Purchase Engine zur Abwicklung zu nutzen. Es geht vor allem darum, dass Anbieter, die bisher aus den Apps heraus eine Kaufabwicklung ausschließlich über ihr eigenes System anbieten, zukünftig den ingame-purchase über Apple *zusätzlich* als *weitere Option* in der App anbieten sollen. Und genau an der Stelle frage ich mich: Was soll die Diskussion? Wenn wir doch alle so viel Wert auf "freie Entscheidung" und "Mündigkeit" legen - ja wie zum Geier kann man das denn besser praktizieren, als die Wahl zu haben, ob man den Kauf über den Anbieter oder über Apple abwickelt?
BEIDE Varianten wären dann gleichberechtigt in den entsprechenden Apps enthalten. Den Knackpunkt erkennen die Verlage allerdings schnell selber. In einem entsprechendem heise Artikel (Verleger reagieren auf In-App-Zwang) heisst es:
Die Wahrheit ist: Der AppStore ist dank des gesamten Ökosystems eine Goldgrube. Die Verlage wissen das und wollen auf Umsätze aus diesem nicht verzichten, und Apple weiß das auch - und sieht gar nicht ein, am Ende als einziger leer auszugehen, während sich andere im, - und am eigenen Ökosystem eine goldene Nase verdienen.
Es gibt aber noch mehr Gründe weshalb der Kunde (mutmaßlich) zu Großteilen die Apple eigene Abrechnung benutzen wird, obwohl die Anbieter gleichberechtigt ihre eigenen Möglichkeiten integrieren können. Man kommt heutzutage im Internet ja schon nichtmehr drumrum mindestens einem Anbieter seine persönlichen Daten anzuvertrauen. Vielleicht sind einige Kunden einfach nicht bereit ihre Daten noch einem Anbieter, noch einer Datenkrake, noch einem Dienstleister auf dem Tablet zu servieren. Allein Apple mit seinen Daten auszustatten dürfte bei einigen schon für Bauchschmerzen sorgen bzw gesorgt haben. Man hat aber mittelfristig die (gute) Erfahrung gemacht, das das Abrechnungssystem funktioniert, sich das Spamaufkommen im Anschluß nicht merklich multipliziert, es zuverlässige Abläufe gibt und man die Verteilung seiner privaten Daten in einem überschaubaren Maß hält. Apple bietet hier weit mehr als nur einen reinen Abrechnungsdienst. Es bietet ein System, welches in der Lage ist, Inhalte an Leute zu verkaufen, die diese Inhalte auf anderem Wege nicht kaufen würden.
Den größten Aspekt des in Zukunft verschärften Reglements allerdings wird Apple so wohl nie publizieren, aber sprechen wir es doch hier - ganz spekulativ und subjektiv betrachtet - mal aus: Schmarotzer! Es sind sicher nicht die Amazons dieser Welt gewesen, die Apple zu diesem Schritt bewegt haben. Im Grunde genommen sind diese wohl auch nur leidtragende. Der AppStore hat aber eine enorme Entwicklung genommen und dabei sicher auch Wendungen erfahren, welche selbst Apple in diesem Umfang überrascht haben dürften.
Am Anfang stand der Deal:
"Ihr könnt hier euer Zeug verkaufen, wir sorgen dafür die Plattform technisch und aus Benutzersicht einfach und attraktiv zu gestalten und prominent in unseren Geräten unterzubringen, was euch Scharen neuer Käufer bescheren wird. Dafür behalten wir 30% vom Umsatz". Es gibt wohl kaum einen Vertriebsweg auf dieser Welt, wo 70% direkt beim Anbieter landen, außer dem Direktvertrieb, welcher aus mangelnder Reichweite allerdings nur einen Bruchteil der Umsätze generieren kann. WIE positiv sich der Verkauf über den AppStore auswirken kann, zeigen auch Beispiele aus dem Mac Pendant, welcher erst im Januar startete, aber bereits wenige Tagen/Wochen später Schlagzeilen und Artikel generierte wie: Zahlen zum Mac-Appstore, Pixelmator verdient eine Million Dollar im Mac App Store, 60 Apps pro iOS-Gerät ,Verkäufe im App Store entwickeln sich, u.a. Man möge sich mal die Zahlen auf der Zunge zergehen lassen, von denen hier berichtet wird. Von 20.000 Dollar pro Tag selbst für kleine Entwickler, bis hin zur kompletten Million in wenigen Tagen. Man kann nur erahnen um welche Summen es im aktuellen Streit geht, wo deutlich schwergewichtigere Parteien im Ring stehen, als der "kleine App Entwickler" mit seiner 20 Euro Shareware.
Hier gehts jedenfalls nicht darum, dass man von seinen kargen Einnahmen auch noch was abgeben muß. Hier werden Umsätze und Gewinne in einer Höhe generiert, die es ohne nicht ansatzweise geben würde.
Das trojanische Pferd:
Zu Beginn hat das Ganze wunderbar funktioniert. Eine win-win-win Situation. Alle waren zufrieden. Die Anbieter. Die Kunden. Apple. Es dauerte aber nicht lange und die ersten Schmarotzer machten sich breit. Eifrige Gelegenheits-App-Tester können sicher bestätigen, wie nach und nach eine besondere Spezies im App-Store auftauchte. Statt eine App für einen entsprechenden Preis im Store anzubieten und somit Apple einfach ein verdientes Stück vom Kuchen abzugeben, nutzte man schamlos die Möglichkeit Apps kostenlos unters Volk bringen zu können, und dem Kunden letztendlich diverse Abo Fallen unterzujubeln. Die erste Generation Schmarotzer, meist noch in Form eines im Grunde nutzlosen Schädlings war geboren. Dies war allerdings nur der Startschuß für einige andere, bisweilen selbst seriöse Anbieter, welche die Gelegenheit erkannten: Die dummen Leute bei Apple verteilen unsere App prominent platziert und in einer nie geahnten Stückzahl schön kostenlos unters Volk und unseren "eigentlichen, kostenpflichtigen" Dienst vertickern wir dann dort über 'ne Weiterleitung, schön zu 100% in die eigene Tasche.
Im Grunde genommen eine moderne Form des trojanischen Pferdes. Die kostenlosen Apps nahmen sprunghaft zu - und zu gleichen Teilen auch die darin angebotenen kostenpflichtigen Service Dienstleistungen. Klar, einem so erfolgsversprechenden Markt wie den Vertrieb seines Contents über das Ökosystem AppStore wollte sich keiner entgehen lassen. Und alle dürfen offenbar legitim daran verdienen. Nur wenn Apple selbst den Finger hebt und sagt "Ey, so war das aber ursprünglich nicht gedacht" und am eigenen System mitverdienen will - DANN geht ein Aufschrei durch die doppelmoralische und scheinheilige Medienwelt.
Nun hat Apple aber nicht vor, sich wie einst Troja von den Griechen überrumpeln zu lassen. Es ist quasi ihr Haus, wohin sie sich Gäste aus aller Welt geladen haben und Händlern die Möglichkeit geben, gegen einen Obolus ihre Waren dort vor großem Publikum feil zu bieten. Der Markt entwickelt sich aber tatsächlich dahin, dass sich Gäste und Händler übers Buffet hermachen, sich an Wein und Trauben laben und dann den Gästen Zettel in die Taschen gesteckt werden, mit der Anleitung wo man sich am besten zum Handel trifft ohne dem Gastgeber seinen verdienten Anteil zukommen zu lassen.
Was einst im kleinen Rahmen zu vernachlässigende Einzelfälle waren, ist mittlerweile zu einer Marktentwicklung geworden, die OHNE eine entsprechende Regelung eine nicht vermeidbare und absehbaren Konsequenz nach sich zieht: Im und über den AppStore verdient die ganze Welt. Nur Apple geht leer aus. Deshalb hat Apple gar keine andere Wahl als zu reagieren und die Regelung zu modifizieren und vor allem durchzusetzen. Ich hätte auch keinen Bock mit anzusehen, wie mein Laden in bester Lage zu einer, mit 'ner Flyer und Handzetteln beklebten Bude wird, in der jeder kostenlos für seine Produkte wirbt, die es für gutes Geld zwei Ecken weiter zu kaufen gibt, in 'nem Laden von dem sonst keiner Notiz nehmen würde. Auf dem Heimweg gehen die Händler dann noch Geldbündel zählend an meinem Schaufenster vorbei. Mit einem hämischen "Dankeschön" und einem schallendem Lachen über den Idioten, der sich von allen zum Napp machen lässt. Jeder weiß, das sie 90% ihrer Kunden und Verkäufe ohne mich und meinen Laden gar nicht hätten. Nur hilft mir das nicht dabei, wenn meine Kasse am Ende leer bleibt.
Leute wacht auf. Wir leben im Kapitalismus. Und der Anspruch Apples mitzuverdienen ist legitim. Ob es nun bei Abo Modellen gleich 30% sein müssen mag diskussionswürdig sein. Ob die Art und Weise mit der man versucht seine Ansprüche durchzusetzen legitim ist, mag ebenso diskussionswürdig sein.
Aber die Forderung die eigene Abrechnunsgvariante als *zusätzliche* Option (!) einzubauen, lässt sich nicht verteufeln weil, ... ja eben weil es da draußen einfach zuviel Schmarotzer gibt, die sich sofort auf jede sich ihnen bietende Lücke stürzen, wenn diese nicht vehement genug geschlossen, bzw eben definiert ist. Apple hat bis vor kurzem viel Kulanz walten lassen und Ausnahmefälle durchgewunken. War damit aber auch drauf und dran von einer lawinenhaftigen Marktentwicklung überrollt zu werden und am Ende das Nachsehen zu haben. Dies gilt es für Apple nun abzuwenden, denn das Konzept des AppStores ist natürlich für Apple als gewinnorientiertes Unternehmen nur dann interessant, wenn damit auch Gewinn erwirtschaftet werden kann. Und die Contentanbieter sollen doch bitte schön nicht so tun, als wäre es nicht einfach nur ihre Gier nach dem ganzen Kuchen, der sie jetzt auf die Barrikaden gehen lässt.
Ja auch ich habe mir mehr Fingerspitzengefühl und mögliche Kompromisslösungen (von beiden Seiten) versprochen. Danach sieht es im Moment wohl nicht aus. Da streiten nun die einen die nichts abgeben wollen mit denen, die nicht leer ausgehen wollen. Dabei verstehen es die Inhalteanbieter bisweilen vortrefflich das Augenmerk auf Nebenkriegsschauplätze zu lenken, während der Kompromissvorschlag von Seitens Apple wohl schon darin besteht, eigene Abrechnungsmöglichkeiten von Anbietern zuzulassen WENN, - ja wenn eine ZUSÄTZLICHE, gleichberechtigte Alternative in Form des In-App-Purchase über Apples Abrechnungssystem angeboten wird. Für mich als Kunden eigentlich die optimalste aller Lösungen.
Es bleibt spannend ob sich die Parteien hier in naher Zukunft aufeinander zubewegen, oder Anbieter ihre Angebote zurückziehen, oder gar Gerichte darüber entscheiden müssen. Apple kann gar nicht anders als auf die zusätzliche Option als kleinsten gemeinsamen Nenner zu bestehen, wenn sie nicht im eigenen Haus nur noch die Rolle des Statisten und kostenfreien Werbeträgers einnehmen wollen. Denn nichts anderes wäre der AppStore dann. Eine bunte Litfaßsäule wo jeder kostenlos seine Werbezettel für seine kostenpflichtigen externen Dienste dran pappt.
Es bleibt auf jeden Fall spannend :-)
Weiterführende Links/Diskussionen
- Flo's Weblog: Apple startet In-App Abonnenments
- fscklog: Apple gibt In-App-Kauf-Zwangs-Bombe offiziell bekannt
Halten wir an dieser Stelle doch mal einen Umstand fest, der in vielen Berichten (und den hitzigen Diskussionen im Anschluß) zu kurz kommt. Es geht nämlich, wie einige denken, in keinem Fall darum, dass Apple die Anbieter zwingen will *ausschließlich* die In-App-Purchase Engine zur Abwicklung zu nutzen. Es geht vor allem darum, dass Anbieter, die bisher aus den Apps heraus eine Kaufabwicklung ausschließlich über ihr eigenes System anbieten, zukünftig den ingame-purchase über Apple *zusätzlich* als *weitere Option* in der App anbieten sollen. Und genau an der Stelle frage ich mich: Was soll die Diskussion? Wenn wir doch alle so viel Wert auf "freie Entscheidung" und "Mündigkeit" legen - ja wie zum Geier kann man das denn besser praktizieren, als die Wahl zu haben, ob man den Kauf über den Anbieter oder über Apple abwickelt?
BEIDE Varianten wären dann gleichberechtigt in den entsprechenden Apps enthalten. Den Knackpunkt erkennen die Verlage allerdings schnell selber. In einem entsprechendem heise Artikel (Verleger reagieren auf In-App-Zwang) heisst es:
"Erfahrungsgemäß bevorzugen die meisten App-Nutzer eine Bestellung direkt in der Anwendung gegenüber dem Umweg etwa auf Website des Anbieters."Was genau kann man daraus schließen? Etwa das hier doch ein zusätzlicher Service geboten wird, der den Verlagen Kunden und Umsatz generiert, welchen sie ohne diesen Service gar nicht hätten? Ist diese Erkenntnis nicht ein Eingeständniss, dass man es bis heute NICHT geschafft hat, eine attraktive Lösung anzubieten, welche der AppStore Abwicklung paroli bieten kann? Wenn von Seitens Apple nun gar kein besonderer Service erbracht wird - wieso sind dann unterm Strich alle so scharf drauf, den Vertrieb ihrer Inhalte aus den Apps heraus zu betreiben?
Die Wahrheit ist: Der AppStore ist dank des gesamten Ökosystems eine Goldgrube. Die Verlage wissen das und wollen auf Umsätze aus diesem nicht verzichten, und Apple weiß das auch - und sieht gar nicht ein, am Ende als einziger leer auszugehen, während sich andere im, - und am eigenen Ökosystem eine goldene Nase verdienen.
Es gibt aber noch mehr Gründe weshalb der Kunde (mutmaßlich) zu Großteilen die Apple eigene Abrechnung benutzen wird, obwohl die Anbieter gleichberechtigt ihre eigenen Möglichkeiten integrieren können. Man kommt heutzutage im Internet ja schon nichtmehr drumrum mindestens einem Anbieter seine persönlichen Daten anzuvertrauen. Vielleicht sind einige Kunden einfach nicht bereit ihre Daten noch einem Anbieter, noch einer Datenkrake, noch einem Dienstleister auf dem Tablet zu servieren. Allein Apple mit seinen Daten auszustatten dürfte bei einigen schon für Bauchschmerzen sorgen bzw gesorgt haben. Man hat aber mittelfristig die (gute) Erfahrung gemacht, das das Abrechnungssystem funktioniert, sich das Spamaufkommen im Anschluß nicht merklich multipliziert, es zuverlässige Abläufe gibt und man die Verteilung seiner privaten Daten in einem überschaubaren Maß hält. Apple bietet hier weit mehr als nur einen reinen Abrechnungsdienst. Es bietet ein System, welches in der Lage ist, Inhalte an Leute zu verkaufen, die diese Inhalte auf anderem Wege nicht kaufen würden.
Den größten Aspekt des in Zukunft verschärften Reglements allerdings wird Apple so wohl nie publizieren, aber sprechen wir es doch hier - ganz spekulativ und subjektiv betrachtet - mal aus: Schmarotzer! Es sind sicher nicht die Amazons dieser Welt gewesen, die Apple zu diesem Schritt bewegt haben. Im Grunde genommen sind diese wohl auch nur leidtragende. Der AppStore hat aber eine enorme Entwicklung genommen und dabei sicher auch Wendungen erfahren, welche selbst Apple in diesem Umfang überrascht haben dürften.
Am Anfang stand der Deal:
"Ihr könnt hier euer Zeug verkaufen, wir sorgen dafür die Plattform technisch und aus Benutzersicht einfach und attraktiv zu gestalten und prominent in unseren Geräten unterzubringen, was euch Scharen neuer Käufer bescheren wird. Dafür behalten wir 30% vom Umsatz". Es gibt wohl kaum einen Vertriebsweg auf dieser Welt, wo 70% direkt beim Anbieter landen, außer dem Direktvertrieb, welcher aus mangelnder Reichweite allerdings nur einen Bruchteil der Umsätze generieren kann. WIE positiv sich der Verkauf über den AppStore auswirken kann, zeigen auch Beispiele aus dem Mac Pendant, welcher erst im Januar startete, aber bereits wenige Tagen/Wochen später Schlagzeilen und Artikel generierte wie: Zahlen zum Mac-Appstore, Pixelmator verdient eine Million Dollar im Mac App Store, 60 Apps pro iOS-Gerät ,Verkäufe im App Store entwickeln sich, u.a. Man möge sich mal die Zahlen auf der Zunge zergehen lassen, von denen hier berichtet wird. Von 20.000 Dollar pro Tag selbst für kleine Entwickler, bis hin zur kompletten Million in wenigen Tagen. Man kann nur erahnen um welche Summen es im aktuellen Streit geht, wo deutlich schwergewichtigere Parteien im Ring stehen, als der "kleine App Entwickler" mit seiner 20 Euro Shareware.
Hier gehts jedenfalls nicht darum, dass man von seinen kargen Einnahmen auch noch was abgeben muß. Hier werden Umsätze und Gewinne in einer Höhe generiert, die es ohne nicht ansatzweise geben würde.
Das trojanische Pferd:
Zu Beginn hat das Ganze wunderbar funktioniert. Eine win-win-win Situation. Alle waren zufrieden. Die Anbieter. Die Kunden. Apple. Es dauerte aber nicht lange und die ersten Schmarotzer machten sich breit. Eifrige Gelegenheits-App-Tester können sicher bestätigen, wie nach und nach eine besondere Spezies im App-Store auftauchte. Statt eine App für einen entsprechenden Preis im Store anzubieten und somit Apple einfach ein verdientes Stück vom Kuchen abzugeben, nutzte man schamlos die Möglichkeit Apps kostenlos unters Volk bringen zu können, und dem Kunden letztendlich diverse Abo Fallen unterzujubeln. Die erste Generation Schmarotzer, meist noch in Form eines im Grunde nutzlosen Schädlings war geboren. Dies war allerdings nur der Startschuß für einige andere, bisweilen selbst seriöse Anbieter, welche die Gelegenheit erkannten: Die dummen Leute bei Apple verteilen unsere App prominent platziert und in einer nie geahnten Stückzahl schön kostenlos unters Volk und unseren "eigentlichen, kostenpflichtigen" Dienst vertickern wir dann dort über 'ne Weiterleitung, schön zu 100% in die eigene Tasche.
Im Grunde genommen eine moderne Form des trojanischen Pferdes. Die kostenlosen Apps nahmen sprunghaft zu - und zu gleichen Teilen auch die darin angebotenen kostenpflichtigen Service Dienstleistungen. Klar, einem so erfolgsversprechenden Markt wie den Vertrieb seines Contents über das Ökosystem AppStore wollte sich keiner entgehen lassen. Und alle dürfen offenbar legitim daran verdienen. Nur wenn Apple selbst den Finger hebt und sagt "Ey, so war das aber ursprünglich nicht gedacht" und am eigenen System mitverdienen will - DANN geht ein Aufschrei durch die doppelmoralische und scheinheilige Medienwelt.
Nun hat Apple aber nicht vor, sich wie einst Troja von den Griechen überrumpeln zu lassen. Es ist quasi ihr Haus, wohin sie sich Gäste aus aller Welt geladen haben und Händlern die Möglichkeit geben, gegen einen Obolus ihre Waren dort vor großem Publikum feil zu bieten. Der Markt entwickelt sich aber tatsächlich dahin, dass sich Gäste und Händler übers Buffet hermachen, sich an Wein und Trauben laben und dann den Gästen Zettel in die Taschen gesteckt werden, mit der Anleitung wo man sich am besten zum Handel trifft ohne dem Gastgeber seinen verdienten Anteil zukommen zu lassen.
Was einst im kleinen Rahmen zu vernachlässigende Einzelfälle waren, ist mittlerweile zu einer Marktentwicklung geworden, die OHNE eine entsprechende Regelung eine nicht vermeidbare und absehbaren Konsequenz nach sich zieht: Im und über den AppStore verdient die ganze Welt. Nur Apple geht leer aus. Deshalb hat Apple gar keine andere Wahl als zu reagieren und die Regelung zu modifizieren und vor allem durchzusetzen. Ich hätte auch keinen Bock mit anzusehen, wie mein Laden in bester Lage zu einer, mit 'ner Flyer und Handzetteln beklebten Bude wird, in der jeder kostenlos für seine Produkte wirbt, die es für gutes Geld zwei Ecken weiter zu kaufen gibt, in 'nem Laden von dem sonst keiner Notiz nehmen würde. Auf dem Heimweg gehen die Händler dann noch Geldbündel zählend an meinem Schaufenster vorbei. Mit einem hämischen "Dankeschön" und einem schallendem Lachen über den Idioten, der sich von allen zum Napp machen lässt. Jeder weiß, das sie 90% ihrer Kunden und Verkäufe ohne mich und meinen Laden gar nicht hätten. Nur hilft mir das nicht dabei, wenn meine Kasse am Ende leer bleibt.
Leute wacht auf. Wir leben im Kapitalismus. Und der Anspruch Apples mitzuverdienen ist legitim. Ob es nun bei Abo Modellen gleich 30% sein müssen mag diskussionswürdig sein. Ob die Art und Weise mit der man versucht seine Ansprüche durchzusetzen legitim ist, mag ebenso diskussionswürdig sein.
Aber die Forderung die eigene Abrechnunsgvariante als *zusätzliche* Option (!) einzubauen, lässt sich nicht verteufeln weil, ... ja eben weil es da draußen einfach zuviel Schmarotzer gibt, die sich sofort auf jede sich ihnen bietende Lücke stürzen, wenn diese nicht vehement genug geschlossen, bzw eben definiert ist. Apple hat bis vor kurzem viel Kulanz walten lassen und Ausnahmefälle durchgewunken. War damit aber auch drauf und dran von einer lawinenhaftigen Marktentwicklung überrollt zu werden und am Ende das Nachsehen zu haben. Dies gilt es für Apple nun abzuwenden, denn das Konzept des AppStores ist natürlich für Apple als gewinnorientiertes Unternehmen nur dann interessant, wenn damit auch Gewinn erwirtschaftet werden kann. Und die Contentanbieter sollen doch bitte schön nicht so tun, als wäre es nicht einfach nur ihre Gier nach dem ganzen Kuchen, der sie jetzt auf die Barrikaden gehen lässt.
Ja auch ich habe mir mehr Fingerspitzengefühl und mögliche Kompromisslösungen (von beiden Seiten) versprochen. Danach sieht es im Moment wohl nicht aus. Da streiten nun die einen die nichts abgeben wollen mit denen, die nicht leer ausgehen wollen. Dabei verstehen es die Inhalteanbieter bisweilen vortrefflich das Augenmerk auf Nebenkriegsschauplätze zu lenken, während der Kompromissvorschlag von Seitens Apple wohl schon darin besteht, eigene Abrechnungsmöglichkeiten von Anbietern zuzulassen WENN, - ja wenn eine ZUSÄTZLICHE, gleichberechtigte Alternative in Form des In-App-Purchase über Apples Abrechnungssystem angeboten wird. Für mich als Kunden eigentlich die optimalste aller Lösungen.
Es bleibt spannend ob sich die Parteien hier in naher Zukunft aufeinander zubewegen, oder Anbieter ihre Angebote zurückziehen, oder gar Gerichte darüber entscheiden müssen. Apple kann gar nicht anders als auf die zusätzliche Option als kleinsten gemeinsamen Nenner zu bestehen, wenn sie nicht im eigenen Haus nur noch die Rolle des Statisten und kostenfreien Werbeträgers einnehmen wollen. Denn nichts anderes wäre der AppStore dann. Eine bunte Litfaßsäule wo jeder kostenlos seine Werbezettel für seine kostenpflichtigen externen Dienste dran pappt.
Es bleibt auf jeden Fall spannend :-)
Weiterführende Links/Diskussionen
- Flo's Weblog: Apple startet In-App Abonnenments
- fscklog: Apple gibt In-App-Kauf-Zwangs-Bombe offiziell bekannt
Mittwoch, 2. Februar 2011
iNAS - das iDevice als Netzwerkplatte und Daten(tausch)speicher
Während andererorts derzeit heiß darüber diskutiert wird, wie verwerflich es ist das Apple an Verkäufen aus Apps mitverdient, und ob man App Anbieter überhaupt dazu verpflichten darf, in Apps Vertriebswege anzubieten, die wiederum Apple einen Anteil am Umsatz bescheren, widmen wir uns heute einer kleinen Gratis App, die genau das macht was ihr Name ausdrückt: iNAS.
iNAS kann und macht nichts weiter als Platz auf dem iPod/iPhone für im Netzwerk befindliche Rechner zur Verfügung zu stellen, so dass diese munter Daten auf dem iDevice speichern, oder von dort laden können - ohne das es einer Zusatzsoftware bedarf. Das Ganze funktioniert unter MacOS genauso wie unter Windows oder Linux.
Der freie Speicher auf dem iDevice wird über das WebDAV Protokoll an jedem Rechner problemlos eingebunden und lässt sich auf diesem Weg als NetzwerkVolume mounten. Die App selbst könnte einfacher nicht zu bedienen sein. Es gibt genau eine Seite auf welcher man Username/Passwort für den Zugriff aufs Volume festlegen kann und eine Seite auf welcher man den Dienst mittels einfachem Button an oder ausschalten kann. Im Falle des einschaltens zeigt das App die Freigabeadresse an, unter welcher sämtliche Rechner im Netzwerk auf das Volume zugreifen können.
Es ist dabei nicht vorgesehen, dass das iDevice selbst auf die Daten zugreifen, geschweige denn mit ihnen etwas anfangen kann. Das App stellt einfach nur den Platz zur Verfügung.
Als äußerst praktisch erweist sich die App beim einfachen Datentransport von A nach B, da im Vergleich zu anderen Apps welche die Dateifreigabe via iTunes anbieten eben hier kein iTunes benötigt wird. Man legt an einem Rechner was auf die Platte - und lädt sich das an einem beliebigen anderen Rechner herunter. Viel prakischer lässt sich auch kein USB Stick an und abstöpseln, was uns eine Empfehlung mit 100%iger Praxistauglichkeit wert ist.
Website des Anbieters: http://www.woutersblog.com/iphone/inas/
iNAS kann und macht nichts weiter als Platz auf dem iPod/iPhone für im Netzwerk befindliche Rechner zur Verfügung zu stellen, so dass diese munter Daten auf dem iDevice speichern, oder von dort laden können - ohne das es einer Zusatzsoftware bedarf. Das Ganze funktioniert unter MacOS genauso wie unter Windows oder Linux.
Der freie Speicher auf dem iDevice wird über das WebDAV Protokoll an jedem Rechner problemlos eingebunden und lässt sich auf diesem Weg als NetzwerkVolume mounten. Die App selbst könnte einfacher nicht zu bedienen sein. Es gibt genau eine Seite auf welcher man Username/Passwort für den Zugriff aufs Volume festlegen kann und eine Seite auf welcher man den Dienst mittels einfachem Button an oder ausschalten kann. Im Falle des einschaltens zeigt das App die Freigabeadresse an, unter welcher sämtliche Rechner im Netzwerk auf das Volume zugreifen können.
Es ist dabei nicht vorgesehen, dass das iDevice selbst auf die Daten zugreifen, geschweige denn mit ihnen etwas anfangen kann. Das App stellt einfach nur den Platz zur Verfügung.
Als äußerst praktisch erweist sich die App beim einfachen Datentransport von A nach B, da im Vergleich zu anderen Apps welche die Dateifreigabe via iTunes anbieten eben hier kein iTunes benötigt wird. Man legt an einem Rechner was auf die Platte - und lädt sich das an einem beliebigen anderen Rechner herunter. Viel prakischer lässt sich auch kein USB Stick an und abstöpseln, was uns eine Empfehlung mit 100%iger Praxistauglichkeit wert ist.
Website des Anbieters: http://www.woutersblog.com/iphone/inas/
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